Der Hamburger SV fahndet nach einer neuen sportlichen Leitfigur – und plötzlich fällt ein prominenter Name. Sebastian Kehl rückt ins Zentrum der Spekulationen, Borussia Dortmund reagiert umgehend.
Der HSV steht nach dem Aus von Stefan Kuntz vor einer heiklen Personalentscheidung. Wer führt die Rothosen künftig sportlich? Laut Berichten von Sky kursiert intern ein Name, der sofort für Schlagzeilen sorgt: Sebastian Kehl.
Kehl ist seit 2022 Sportdirektor bei Borussia Dortmund, sein Vertrag läuft noch bis 2027. Dass der HSV ausgerechnet in dieser Phase – mitten in der Wintertransferperiode – über einen solchen Kandidaten nachdenkt, überrascht viele.
Zumal es nach aktuellem Stand keinen Kontakt zwischen beiden Seiten gegeben haben soll. Genau das betont auch die Dortmunder Seite.
Kurz vor dem Bundesliga-Spiel des BVB gegen Werder Bremen bezog Lars Ricken Stellung. Der Geschäftsführer Sport reagierte deutlich auf die Gerüchte, die wenige Stunden zuvor öffentlich geworden waren. Niemand habe sich beim BVB gemeldet, sagte Ricken bei DAZN – und machte klar, dass das Thema für Dortmund aktuell keine Rolle spiele.
Auch Gedankenspiele über eine mögliche Freigabe ließ Ricken nicht zu. Gerade jetzt arbeite man intensiv mit Kehl am aktuellen Kader und plane bereits für den Sommer.
Doch warum taucht Kehls Name beim HSV überhaupt auf? In Hamburg sucht man nach einer starken sportlichen Führung, die den Klub endlich zurück in ruhigeres Fahrwasser bringt. Nach Informationen von sport.de wird die Personalie zumindest intern diskutiert – ohne konkrete Gespräche.
Hinzu kommt: Kehls Arbeit in Dortmund wurde zuletzt nicht nur gefeiert. Mit der Ernennung von Ricken zum Geschäftsführer Sport im Sommer 2024 verschoben sich interne Machtverhältnisse. Spuren soll das hinterlassen haben.
Beim HSV existiert derweil offenbar auch eine interne Lösung. Vorstand Eric Huwer soll bereit sein, mehr Verantwortung zu übernehmen. Eine schnelle Entscheidung? Offen.