Rekord! DFL knackt erstmals die 6-Milliarden-Marke – Bundesliga boomt weiter

Daniel

27. Jan. 2026

Der deutsche Profifußball schreibt Geschichte: Bundesliga und 2. Bundesliga haben erstmals gemeinsam die Umsatzgrenze von sechs Milliarden Euro überschritten. Die DFL meldet für die Saison 2024/25 neue Bestmarken – und sendet ein starkes Signal in herausfordernden Zeiten.


Die Zahlen präsentierte die Deutsche Fußball Liga am Montag beim Neujahrsempfang in Frankfurt – und sie haben es in sich. Insgesamt erwirtschafteten die 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga einen Umsatz von 6,33 Milliarden Euro. Das sind rund 460 Millionen Euro mehr als in der Vorsaison. Ein neuer Rekordwert.

Mit 5,21 Milliarden Euro knackte die erste Bundesliga erstmals die Fünf-Milliarden-Marke. Ein Plus von knapp sieben Prozent. Doch auch die 2. Bundesliga legte kräftig zu: 1,21 Milliarden Euro Umsatz bedeuten ein Wachstum von rund 13 Prozent. Ein Teil davon geht auf Zuschauermagneten wie den 1. FC Köln zurück – dennoch bleibt der Trend klar positiv.

Bemerkenswert: Immer mehr Klubs wirtschaften profitabel. 13 Erstligisten und 15 Zweitligisten schlossen die Saison mit einem Gewinn ab. Das operative Gesamtergebnis liegt bei 271,5 Millionen Euro. Besonders stabil zeigt sich die Bundesliga beim Eigenkapital: Alle 18 Vereine stehen im Plus, zusammengerechnet sind es erstmals über zwei Milliarden Euro.

Ligapräsident Hans-Joachim Watzke spricht von „starken Signalen“ – mahnt aber zugleich zur Vernunft. Angesichts der finanziellen Dominanz der Premier League und steigender Erlöse in den UEFA-Wettbewerben dürfe es kein „immer höher, immer schneller“ geben. Stattdessen setzt die DFL auf Kostenkontrolle, eine mögliche Kaderkostenbegrenzung und schärfere Sanktionen bei Regelverstößen.

Und die Fans? Sie sind ein zentraler Faktor dieses Booms. Fast 21 Millionen verkaufte Tickets bedeuten ebenfalls einen Höchstwert. Dazu kommen 1,7 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben sowie mehr als 64.000 Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt am Profifußball hängen. Fast jeder dritte Euro der Klubeinnahmen stammt aus der zentralen Medienvermarktung – ein Bereich, den die DFL weiter ausbauen will.

Rekordzahlen, volle Stadien, wirtschaftliche Stabilität – der deutsche Profifußball geht mit breiter Brust ins WM-Jahr 2026. Aber mit angezogener Handbremse. Denn eines ist klar: Der nächste Schritt soll nachhaltig sein.