Fortuna Düsseldorf hat den nächsten Winter-Transfer perfekt gemacht und schnappt sich Jordi Paulina von Borussia Dortmund. Der Deal ist offiziell – und für den BVB steckt deutlich mehr drin als nur eine Ablöse.
Der Angreifer wechselt im Januar vom BVB zur Fortuna und unterschreibt am Rhein einen langfristigen Vertrag bis 2030. Laut übereinstimmenden Berichten überweist Düsseldorf rund 400.000 Euro nach Dortmund. Doch damit nicht genug: Die Schwarz-Gelben sichern sich zusätzlich eine Rückkaufoption sowie eine üppige Weiterverkaufsbeteiligung. Clever verhandelt.
Die Rückkaufklausel soll bei rund zwei Millionen Euro liegen, dazu erhält der BVB 50 Prozent einer möglichen zukünftigen Ablöse. Für Dortmund ein klassisches Absicherungsmodell – für Düsseldorf ein sportliches Risiko mit Perspektive. Oder anders gefragt: Geht der Gamble auf?
Paulina gehörte in dieser Saison zu den auffälligsten Spielern der Dortmunder Zweitvertretung. In der Regionalliga West traf der 21-Jährige in elf Spielen siebenmal und empfahl sich damit für den nächsten Schritt. Der 1,91 Meter große Mittelstürmer bringt Wucht, Tempo und Entwicklungspotenzial mit – genau das, was der abstiegsbedrohten Fortuna aktuell fehlt.
In Düsseldorf soll Paulina die harmloseste Offensive der 2. Bundesliga beleben. Nach nur 15 Toren in der Hinrunde steht der Traditionsklub auf dem Relegationsrang. Entsprechend groß sind die Hoffnungen, dass der Neuzugang sofort helfen kann – zumindest als neue Option im Sturmzentrum.
Eine wichtige Rolle spielte dabei Sportvorstand Sven Mislintat. Der kennt Paulina noch aus seiner Dortmunder Zeit und gilt als großer Befürworter des Transfers. Kein Zufall also, dass der Deal früh im Winter eingetütet wurde.
Für Paulina selbst ist es der nächste Karrieresprung. Vor nicht allzu langer Zeit kickte er noch in der vierten Liga der Niederlande, inzwischen ist er Nationalspieler von Curaçao und WM-Teilnehmer. Jetzt also 2. Bundesliga, großer Druck, große Bühne.
Ob Düsseldorf sportlich profitiert oder Dortmund am Ende der große Gewinner bleibt, wird sich zeigen. Klar ist schon jetzt: Dieser Transfer hat eine Menge Sprengstoff.