Mainz ganz unten, Frankfurt ganz oben: Das Fair-Play-Ranking der Bundesliga

Daniel

05. Jan. 2026

Zur Winterpause zeigt ein Blick auf das Fair-Play-Ranking der Bundesliga ein erstaunlich klares Bild: Während Eintracht Frankfurt besonders diszipliniert durch die Hinrunde kommt, ist der 1. FSV Mainz 05 gleich doppelt Schlusslicht – sportlich und in Sachen Karten.


Vier Teams ohne Platzverweis, ein Klub mit besonders kurzer Zündschnur – das ist die Kurzfassung der Fair-Play-Tabelle nach 15 Spieltagen. Grundlage sind alle Gelben, Gelb-Roten und Roten Karten der Hinrunde. Gelb zählt einen Punkt, Gelb-Rot drei, glatt Rot fünf. Je weniger Punkte, desto fairer das Auftreten.

Ganz unten steht Mainz. 57 Strafpunkte sprechen eine deutliche Sprache: vier Platzverweise, dazu eine Gelb-Rote und 34 Verwarnungen. Für die Rheinhessen passt das ins Gesamtbild einer schwierigen Hinrunde, in der es oft hektisch und zu emotional zuging. Abstiegskampf pur – auch im Kopf?

Direkt davor folgen Augsburg und Werder Bremen mit jeweils 46 Punkten. Während beim FCA vor allem die hohe Zahl an Gelben ins Gewicht fällt, sammelte Werder auffällig viele Gelb-Rote Karten. Ein kleiner, aber feiner Unterschied mit Wirkung in der Statistik.

Im breiten Mittelfeld der Tabelle finden sich Klubs wie Dortmund, Stuttgart, Bayern und St. Pauli. Auffällig: Der FC Bayern kommt komplett ohne Platzverweis aus und landet mit 33 Punkten im soliden oberen Mittelfeld. Nicht überragend, aber kontrolliert.

Ganz vorne wird es richtig interessant. RB Leipzig (24 Punkte) und Borussia Mönchengladbach (25) mischen oben mit, doch Platz eins geht an Eintracht Frankfurt. 23 Punkte, ausschließlich Gelbe Karten – disziplinierter geht es kaum.

Vier Teams haben zur Winterpause noch keinen einzigen Platzverweis kassiert. Ein starkes Signal in einer Liga, in der Intensität und Zweikampfhärte Woche für Woche hochgefahren werden. Fairness ist also kein Zufall, sondern oft Teil der Spielidee.