Wolfsburg-Profi ohrfeigt 17-Jährigen bei Hallenturnier

Daniel

08. Jan. 2026

Ein Schlag, ein Video, viel Ärger: VfL-Profi Denis Vavro sorgt abseits des Platzes für einen handfesten Skandal. Der Klub reagiert, auch der slowakische Verband schaltet sich ein.


Das Video verbreitete sich rasant, der Imageschaden folgte sofort. Denis Vavro hat während der Winterpause bei einem Hallenturnier in seiner slowakischen Heimat einen 17‑jährigen Zuschauer geohrfeigt. Die Szene zeigt einen hitzigen Wortwechsel – dann die Ohrfeige. Ein Moment, der dem Innenverteidiger des VfL Wolfsburg nun ordentlich auf die Füße fällt.



Beim VfL war die Sache schnell Thema. Sportdirektor Pirmin Schwegler bestätigte ein klärendes Gespräch und fand deutliche Worte. Vavro habe „großen Mist gebaut“, wisse das selbst und habe sich noch am selben Tag beim Jugendlichen und dessen Mutter entschuldigt. Klar ist aber auch: Gutheißen will der Klub den Vorfall in keiner Weise. Welche internen Konsequenzen drohen, ließ Wolfsburg zunächst offen.

Parallel dazu rollt die Sache auf Verbandsebene. Die Disziplinarkommission des slowakischen Fußballverbandes SFZ befasst sich mit dem Vorfall. Im schlimmsten Fall könnte Vavro sogar bis zu zwei Jahre für die Nationalmannschaft gesperrt werden – ein sensibles Thema mit Blick auf die anstehende WM‑Qualifikation.

Besonders pikant: Vavro hatte den Vorwurf zunächst öffentlich bestritten. Erst später folgte die Kehrtwende. Über die Sprecherin der slowakischen Nationalmannschaft ließ der Abwehrspieler Reue erkennen. Der betroffene Jugendliche bestätigte wenig später bei Instagram die persönliche Entschuldigung – samt Trikot als Geste. Für ihn sei die Sache erledigt, schrieb der 17‑Jährige.

Sportlich kommt der Eklat zur Unzeit. Vavro ist beim VfL zuletzt nur Reservist, steht in dieser Bundesliga‑Saison erst bei vier Einsätzen. Gerüchte über einen Winterwechsel machen ohnehin die Runde. Klubs wie AS Rom oder die AC Florenz sollen interessiert sein. Ob der Vorfall die Personalie zusätzlich befeuert?

Fest steht: Für Denis Vavro geht es jetzt nicht nur um Einsatzzeiten, sondern um Glaubwürdigkeit.