Der VfB Stuttgart liefert zum Hinrundenabschluss ein echtes Bundesliga-Spektakel. Gegen Eintracht Frankfurt drehen die Schwaben nach frühem Rückstand das Spiel, kassieren spät den Ausgleich – und schlagen dann eiskalt zurück.
59.000 Fans sehen in der MHP Arena fünf Tore, Tempo ohne Ende und einen entscheidenden Moment, über den man noch sprechen wird. Am Ende gewinnt der VfB Stuttgart mit 3:2 gegen Eintracht Frankfurt – auch, weil die Gäste sich einen folgenschweren Patzer leisten.
Dabei beginnt der Abend aus Sicht der Schwaben alles andere als optimal. Frankfurt startet mutig, ist präsent in den Zweikämpfen und belohnt sich früh. Nach einer Ecke von Ritsu Doan steigt Rasmus Kristensen hoch und köpft zum 0:1 ein. Keine fünf Minuten gespielt.
Stuttgart wirkt kurz verunsichert, findet nur langsam Struktur. Doch dann kommt die Szene, die das Spiel kippt.
Eintracht-Keeper Kauã Santos lässt eine eigentlich harmlose Flanke von Maximilian Mittelstädt fallen. Der Ball landet direkt vor den Füßen von Ermedin Demirovic, der bei seinem Startelf-Comeback keine Mühe hat und zum 1:1 einschiebt. Geschenk angenommen.
Jetzt rollt der Schwaben-Express. Stuttgart übernimmt die Kontrolle, kombiniert zielstrebiger – und schlägt noch vor der Pause erneut zu. Jamie Leweling bedient Deniz Undav, der seinen Gegenspieler stehen lässt und trocken zum 2:1 abschließt. Die Arena kocht.
Nach dem Seitenwechsel bleibt der VfB dran. Chancen für Undav und Führich liegen in der Luft, Frankfurt wankt – hat aber Glück. Ansgar Knauff knallt den Ball aus 16 Metern an die Latte. Ein Warnschuss.
Und tatsächlich: In der Schlussphase schlägt die Eintracht noch einmal zurück. Winterneuzugang Ayoube Amaimouni-Echghouyab trifft bei seinem Bundesliga-Debüt nach feinem Pass von Mo Dahoud zum 2:2. Alles wieder offen. Wirklich alles?
Nein. Denn Stuttgart antwortet – und wie. Nach Vorarbeit von Undav und Josha Vagnoman steht Nikolas Terkelsen Nartey richtig und trifft in der 87. Minute zum 3:2. Ekstase auf den Rängen, pure Enttäuschung bei der Eintracht.
Mit dem Sieg beendet der VfB die Hinrunde mit 32 Punkten auf Rang drei und untermauert seine Ambitionen im Champions-League-Rennen. Frankfurt dagegen kassiert die nächste bittere Niederlage, bleibt bei 26 Zählern – und muss sich erneut über defensive Aussetzer ärgern.