Stress beim FC Bayern: Star nach Regelbruch zum Rapport zitiert

Daniel

17. Jan. 2026

Beim FC Bayern läuft es sportlich, doch intern sorgt Sacha Boey für Gesprächsstoff. Ein verpasster Einsatz, ein Regelbruch und ein klärendes Gespräch mit Trainer Vincent Kompany – plötzlich steht der Rechtsverteidiger im Fokus.


Es sind diese kleinen Szenen, die große Wellen schlagen. Beim 2:2 in Berlin gegen Union Anfang November sollte Sacha Boey eingewechselt werden – eigentlich. Doch dazu kam es nicht.

Der Grund: Boey war nicht bereit. Schuhe offen, Schienbeinschoner fehlten, Tape ebenso. Für Vincent Kompany ein No-Go. Der Trainer zog die Reißleine, ließ den Franzosen draußen und machte damit intern ein klares Zeichen.

Kurz darauf folgte der sogenannte Rapport. Kein öffentlicher Anschiss, sondern ein Vier-Augen-Gespräch. Typisch Kompany. Deutlich in der Sache, klar in der Botschaft. Disziplin ist beim Rekordmeister kein Bonus, sondern Pflicht.

„Sei bereit“ lautet eine der Grundregeln des Trainers. Wer eingewechselt wird, muss sofort funktionieren. Boey tat das nicht – und zahlte den Preis. Seitdem stand er kein einziges Mal mehr auf dem Platz.

Erschwerend kam eine hartnäckige Magen-Darm-Erkrankung hinzu, die den 25-Jährigen zusätzlich ausbremste. Nach Klubangaben fehlte er wochenlang krank, trainierte nur eingeschränkt und fiel komplett aus dem Rhythmus.

Doch ist die Tür wirklich zu? Intern heißt es: nein. Kompany soll Boey zwar deutlich kritisiert haben, ihn aber nicht abgeschrieben haben. Ganz im Gegenteil. Mit Blick auf die Personalsituation auf der rechten Seite könnte der Franzose wieder wichtig werden.

Denn Konrad Laimer laboriert an einem Muskelfaserriss, Alternativen sind begrenzt. Plötzlich rückt Boey wieder näher an die Startelf. Wenn er fit ist. Und wenn er die Lektion verstanden hat.

Klar ist: Beim FC Bayern schaut man genau hin. Leistung, Verhalten, Details. Wer hier patzt, bekommt das zu spüren. Boey hat es erlebt. Die Frage bleibt nur: Kommt jetzt die sportliche Antwort?