Schlotterbeck schickt Kampfansage an den FC Bayern

Daniel

26. Jan. 2026

Der FC Bayern patzt, der BVB ist sofort da. Nach dem 3:0 bei Union Berlin sendet Nico Schlotterbeck eine klare Botschaft nach München – und plötzlich bekommt der Meisterkampf wieder Zündstoff.


Der Spieltag hat Wirkung gezeigt. Bayern verliert überraschend mit 1:2 gegen Augsburg, Dortmund erledigt seine Hausaufgaben souverän in Köpenick. Der Rückstand schrumpft auf acht Punkte. Noch kein Drama für den Rekordmeister, aber genug, um in Schwarz-Gelb wieder Hoffnung zu schüren.

Nico Schlotterbeck bringt das Gefühl nach dem Auswärtssieg auf den Punkt. Der Innenverteidiger spricht offen darüber, möglichst lange „dran bleiben“ zu wollen: „Wir freuen uns. Ich will einfach so lang wie möglich dran bleiben. Wenn es dann irgendwann vier oder fünf Punkte sind, werden sie auch überlegen. Sie kommen auch noch zu uns. Ganz weg sind sie nicht, sie sind ein bisschen enteilt, aber wir wollen einfach dran bleiben.“

Es war eine Reaktion, die der BVB brauchte. Nur wenige Tage nach dem ernüchternden 0:2 in der Champions League bei Tottenham wirkte die Mannschaft wieder stabil, klar und fokussiert. Union bekam kaum Luft, Dortmund spielte reif und effizient. Genau das, was man im Titelrennen braucht.

Auch in der Führungsetage wird genau hingeschaut. Sportchef Lars Ricken wertet den Bayern-Ausrutscher als Signal für die Liga. Die Münchner sind schlagbar, sagt er sinngemäß, auch wenn der Vorsprung weiterhin komfortabel bleibt. Gleichzeitig mahnt er: Der BVB hätte selbst mehr Punkte holen können.

Acht Punkte Rückstand nach 19 Spieltagen – viel oder doch machbar? Emre Can bleibt nüchtern. Die Bayern spielen eine starke Saison, Dortmund aber ebenfalls. Mehr will der Kapitän gar nicht bewerten. Fokus auf das Eigene, alles andere kommt später.

Bemerkenswert ist vor allem der Ort des Dortmunder Ausrufezeichens. In den vergangenen Jahren tat sich der BVB an der Alten Försterei oft schwer. Dieses Mal nicht. Drei Tore, kein Gegentreffer, volle Kontrolle.

Der Spielplan liefert zusätzliches Futter für die Fantasie. Das direkte Duell mit Bayern steht noch an. Und wenn der Abstand bis dahin weiter schrumpft? Dann wird aus Schlotterbecks Kampfansage vielleicht mehr als nur ein Spruch.

Noch führt München. Aber Dortmund meldet sich an – laut, selbstbewusst und mit breiter Brust. Der Meisterkampf lebt wieder. Ein bisschen zumindest.