Pfiffe zur Pause, Jubel am Ende: BVB schlägt Bremen 3:0

Daniel

14. Jan. 2026

Der BVB tut sich lange schwer, kassiert zur Pause Pfiffe – und gewinnt am Ende trotzdem klar. Beim 3:0 gegen Werder Bremen wird ausgerechnet Joker Serhou Guirassy zum Symbol eines Abends mit zwei Gesichtern.


Es war kein Abend für Feinschmecker. Aber einer für Ergebnistabellen. Borussia Dortmund hat Werder Bremen am Dienstagabend mit 3:0 geschlagen und die Hinrunde der Bundesliga als Tabellenzweiter beendet.

Dabei begann alles holprig. Werder spielte frech, kam früh zu Chancen – und hätte in Person von Justin Njinmah eigentlich führen müssen. Doch Gregor Kobel blieb gleich mehrfach Sieger.

Stattdessen schlug der BVB eiskalt zu. Nico Schlotterbeck köpfte nach einer Ecke in der 11. Minute zur Führung ein. Effizient, aber keineswegs souverän.

Denn danach? Viel Stückwerk. Kaum Tempo. Wenig Ideen im Spiel nach vorne. Die logische Folge: hörbare Pfiffe von den Rängen zur Halbzeit – trotz 1:0.

Niko Kovac reagierte nach der Pause, stellte um und brachte frische Kräfte. Unter anderem Serhou Guirassy. Der Torjäger saß nach zuletzt sieben torlosen Liga-Spielen zunächst nur auf der Bank. Ein klares Signal.

Das Spiel blieb zäh, bis ein Moment alles veränderte. Marcel Sabitzer fasste sich in der 76. Minute ein Herz und jagte den Ball aus der Distanz zum 2:0 ins Netz. Erleichterung im Stadion.

Und dann kam Guirassy. In der 83. Minute profitierte der Stürmer von einem groben Fehler von Amos Pieper, blieb eiskalt vor Mio Backhaus – und schob zum 3:0 ein. Der Knoten ist geplatzt.

Ironisch? Vielleicht. Ausgerechnet der Bankdrücker beendet die eigene Torflaute und setzt den Schlusspunkt unter einen glanzlosen, aber effektiven BVB-Abend.

Mit nun 36 Punkten feiert Dortmund die beste Hinrunde seit Jahren. Werder hingegen muss sich fragen, warum gute Ansätze erneut unbelohnt bleiben. Fußball kann brutal sein. Ergebnis auch.