Pascal Groß hat offen erklärt, warum er Borussia Dortmund im Winter wieder verlassen hat. Der 34-Jährige spricht über fehlende Spielzeit, den Austausch mit Fabian Hürzeler – und die WM als klaren Antrieb.
Es war kein stiller Abschied, sondern eine bewusste Entscheidung. Nur rund anderthalb Jahre nach seinem Wechsel zu Borussia Dortmund ist Pascal Groß zurück bei Brighton & Hove Albion – und blickt nun offen auf die Gründe. „Als ich in Dortmund nicht mehr so oft zum Zug kam, wollte ich wieder dahin gehen, wo ich mehr Einfluss nehmen kann und öfter spiele“, erklärt der Mittelfeldspieler im Interview mit dem kicker.
Ein Satz, der sitzt. Denn Groß kam im Sommer 2024 mit viel Vorschusslorbeeren zum BVB. Rund sieben Millionen Euro überwiesen die Dortmunder an Brighton, der erfahrene Spielmacher sollte Stabilität und Struktur ins Mittelfeld bringen. 66 Pflichtspiele später fällt die Bilanz gemischt aus: solide Auftritte, aber in dieser Saison zunehmend ein Platz auf der Bank. Gerade in der Hinrunde stand Groß nur noch unregelmäßig in der Startelf.
Die WM war dabei mehr als nur ein Hintergedanke: „Ich wollte im Januar bereits spielen und nicht erst Ende Januar wechseln und einen Monat verlieren“, so Groß weiter. Der 16-malige Nationalspieler weiß, dass jede Minute zählt – gerade mit Blick auf das große Turnier im Sommer. Bei Brighton winken ihm wieder genau diese Spielanteile, die er beim BVB zuletzt vermisst hat.
Entscheidend für die Rückkehr war auch der Draht zu Fabian Hürzeler. Der Trainer der Seagulls stand laut Groß seit dessen erstem Abschied stets in Kontakt mit ihm. „Wir haben gesprochen und gegen Ende des Jahres haben sich dann auch die Klubs geeinigt.“ Ein Prozess, der offenbar reibungslos verlief.
Dortmund kassiert für den Wechsel ein halbes Jahr vor Vertragsende kolportierte drei Millionen Euro. Kein großer Gewinn, aber auch kein Verlust – und ein Deal, der allen Seiten Luft verschafft. Für den BVB bedeutet das mehr Klarheit im Kader, für Groß die Rückkehr in ein vertrautes Umfeld.
Und für den Spieler selbst? Eine neue alte Chance. Mehr Verantwortung. Mehr Rhythmus. Und vielleicht doch noch das WM-Ticket?