ÖPNV-Streik legt München lahm: Pokalspiel gegen Leipzig wackelt

Daniel

09. Feb. 2026

Der DFB-Pokal-Kracher zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig steht unter keinem guten Stern. Ein angekündigter ÖPNV-Streik in München bringt die Austragung des Viertelfinals ernsthaft ins Wanken.


Eigentlich ist alles angerichtet für einen großen Pokalabend: Bayern gegen Leipzig, Mittwoch, 20.45 Uhr, Flutlicht in der Allianz Arena. Doch statt Vorfreude herrscht aktuell vor allem Planungschaos.

Grund ist ein ganztägiger Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr. U-Bahnen, Trams und große Teile des Busverkehrs in München sollen stillstehen. Besonders brisant: Die Allianz Arena ist für zehntausende Fans praktisch nur über die U6 erreichbar.

Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen machte nach dem 5:1-Sieg gegen Hoffenheim keinen Hehl aus der Problematik. Die An- und vor allem die Abreise der Zuschauer werde zur massiven Herausforderung. Er sprach offen davon, dass diese Situation „nicht ersetzbar“ sei.

Eine Absage oder Verschiebung? Nicht ausgeschlossen. Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen. Hinter den Kulissen laufen Gespräche mit der Münchner Verkehrsgesellschaft, der Polizei und weiteren Behörden. Die MVG prüft zwar einen Notfallplan mit Bussen, doch bei bis zu 75.000 Zuschauern wirkt das wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Selbst wenn zusätzliche Busse eingesetzt würden, fehlt es schlicht an Platz und Infrastruktur. Ganz zu schweigen vom Verkehrschaos rund um das Stadion, vor dem auch der ADAC bereits warnt.

Dazu kommt der enge Terminplan der Bayern. Ein Nachholtermin im ohnehin vollgepackten Kalender des Rekordmeisters wäre alles andere als leicht zu finden. Genau deshalb hoffen Klub, DFB und TV-Partner, dass doch noch gespielt werden kann.

Doch was, wenn nicht? Dann droht ausgerechnet einem der größten Pokalspiele der Saison die Verschiebung – wegen leerer Gleise statt leerer Ränge.