Neues Jahr, gleiche Härte: Der FC Bayern geht 2026 ohne Anlaufphase an den Start. Sieben Pflichtspiele in vier Wochen, drei englische Wochen am Stück – der Januar wird zum echten Belastungstest.
Von Winterruhe keine Spur. Kaum zurück aus der kurzen Pause, rollt auf den FC Bayern ein Spielplan zu, der selbst für Münchner Verhältnisse happig ist. Bundesliga, Champions League, Reisen quer durch Deutschland und Europa – der Rekordmeister startet mit Vollgas ins Jahr 2026.
Den Auftakt macht am Sonntag das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Danach bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Innerhalb von 20 Tagen stehen gleich sieben Pflichtspiele an. In der Bundesliga geht es auswärts zum 1. FC Köln und zu RB Leipzig, dazu kommen Heimduelle gegen den FC Augsburg sowie die Reise zum Hamburger SV. Parallel endet die Ligaphase der Champions League mit einem Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise und dem Auswärtstrip zur PSV Eindhoven.
Trainer Vincent Kompany weiß, was auf seine Mannschaft zukommt. Nach dem klaren 5:0 im Test bei RB Salzburg sprach er von einer „sehr intensiven Phase“, gerade nach dem Urlaub. Drei Spiele in sechs Tagen? Normalzustand im Januar.
Brisant: Ein Sieg in der Königsklasse könnte den Bayern einen Platz unter den Top 8 sichern. Das würde im Februar einen entspannteren Spielplan bedeuten – ein Faktor, der im Titelrennen Gold wert sein kann.
Historisch ist dieser Monat ohnehin. Mehr als sieben Pflichtspiele im Januar gab es für die Bayern seit dem Bundesliga-Aufstieg 1965 nie. Nur im Corona-Jahr 2021 war die Belastung ähnlich hoch – damals allerdings unter komplett anderen Vorzeichen.
Ganz allein sind die Münchner mit diesem Pensum aber nicht. Auch Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt müssen im Januar siebenmal ran. Ein Blick nach England relativiert trotzdem alles.
Dort stehen für Klubs wie Manchester City, Liverpool oder Chelsea bis zu neun Pflichtspiele auf dem Programm. Erholung? Fehlanzeige. Und doch zeigt es, wie extrem der moderne Fußball geworden ist.
Für den FC Bayern gilt jetzt vor allem eines: gut durchkommen. Wer diesen Januar ohne größere Rückschläge übersteht, kann im Frühjahr den entscheidenden Schritt Richtung Titel machen. Oder anders gefragt: Wer will da schon tauschen?