Der FC Bayern justiert seine Transferpläne neu – und schaut offenbar wieder nach Frankreich. Nach dem geplatzten Guéhi-Deal rückt ein 20-jähriger Innenverteidiger in den Fokus, der richtig teuer werden könnte.
Der Korb von Marc Guéhi schmerzt noch, doch an der Säbener Straße bleibt man nicht lange stehen. Sportvorstand Max Eberl sondiert den Markt – und laut übereinstimmenden Berichten führt der Blick nach Rennes. Jérémy Jacquet heißt der neue Name, der beim Rekordmeister die Runde macht.
Der 20-Jährige gilt als eines der spannendsten Abwehr-Talente der Ligue 1. Stammspieler, 1,88 Meter groß, zweikampfstark, ruhig am Ball. Jacquet hat sich in Rennes schnell unverzichtbar gemacht und seinen Vertrag erst im Mai bis 2029 verlängert.
Nach Informationen der französischen L’Équipe ruft Rennes rund 60 Millionen Euro auf. Der Klub will Jacquet möglichst bis zum Saisonende halten, um den Preis weiter nach oben zu treiben. Ein bekanntes Spiel: Auch Désiré Doué oder Jérémy Doku spülten dem Verein einst enorme Summen in die Kassen.
Der FC Bayern ist allerdings nicht allein. Chelsea soll bereits sehr konkret sein, auch Real Madrid lässt den jungen Franzosen intensiv beobachten. Scouts der Königlichen wurden mehrfach bei Rennes-Spielen gesichtet. Konkurrenz also auf absolutem Top-Niveau.
Warum ausgerechnet jetzt? In München hängt vieles an der Zukunft von Min-jae Kim. Bleibt der Südkoreaner, sinken die Chancen auf einen Jacquet-Deal deutlich. Sollte sich im Sommer aber etwas bewegen, wäre der Franzose eine Investition für die nächsten zehn Jahre.
Sky-Reporter Florian Plettenberg bremste zuletzt zwar die Erwartungen und sprach von geringen Chancen – vor allem wegen der Ablöse. Doch ganz vom Tisch ist das Thema nicht. Zu klar passt Jacquet ins Bayern-Profil.
60 Millionen für einen 20-Jährigen? Verrückt – oder genau der nächste große Bayern-Coup?