Der FC Schalke 04 sorgt mitten im Aufstiegsrennen für Transfer-Gänsehaut. Ein Name kursiert plötzlich ernsthaft: Edin Džeko. Laut übereinstimmenden Medienberichten prüfen die Königsblauen einen spektakulären Coup.
Sportlich war das 0:0 bei Hertha BSC am Samstagabend eher Magerkost, emotional ohnehin ein seltsamer Abend. Doch kaum war der Abpfiff ertönt, machte in Gelsenkirchen ein Gerücht die Runde, das deutlich mehr elektrisiert als jeder Torschuss: Schalke beschäftigt sich mit Edin Džeko.
Nach Informationen von Sky laufen im Hintergrund bereits konkrete Gespräche. Der 39-Jährige steht aktuell bei der AC Florenz unter Vertrag, kommt dort aber kaum zum Zug. Elf Ligaeinsätze, kein Tor – für einen Stürmer seiner Klasse eine frustrierende Bilanz. Ein Umstand, der Schalke in die Karten spielen könnte.
Džekos Vertrag in Italien läuft im Sommer 2026 aus, sein Marktwert wird nur noch auf rund 1,5 Millionen Euro taxiert. Vor allem aber: Der Bosnier sucht Spielzeit und eine zentrale Rolle. Genau das könnte ihm Schalke bieten – als Fixpunkt im Angriff, als Führungsspieler, als Gesicht eines möglichen Aufstiegs.
Hinzu kommt ein persönlicher Faktor. Trainer Miron Muslic kennt Džeko aus gemeinsamen Länderspiel-Zeiten bestens, auch Innenverteidiger Nikola Katic hat einen engen Draht zum Nationalhelden. Zufall? Wohl kaum.
Sportlich würde der Routinier exakt ein Problem lösen, das zuletzt wieder offensichtlich wurde. Gegen Hertha brachte Schalke keinen einzigen Schuss aufs Tor zustande. Null. Eine erschreckende Zahl für einen Aufstiegsaspiranten.
Und dann ist da natürlich die Geschichte: Bundesliga-Torschützenkönig 2010 mit dem VfL Wolfsburg, Meister, Champions-League-Stürmer, 72 Länderspieltore für Bosnien-Herzegowina. Braucht Schalke genau jetzt so einen Namen? Oder ist es zu viel Nostalgie?
Fest steht: Sollte Frank Baumann diesen Deal tatsächlich einfädeln, wäre es einer der spektakulärsten Transfers der letzten Zweitliga-Jahre. Einer, der Mut signalisiert. Und einer, der zeigt, dass Schalke den direkten Wiederaufstieg mit aller Macht will.
Ob aus dem Gedankenspiel ein echter Knaller wird, dürften die nächsten Tage zeigen. Ruhig bleibt es auf Schalke jedenfalls nicht.