Beim FC Bayern wird es im Winter ungemütlich – zumindest für einen. Sportvorstand Max Eberl findet nach einem Testspiel klare Worte und legt einem Profi sogar öffentlich einen Wechsel nahe.
Diese Aussage hatte Sprengkraft: Nach dem 5:0-Testspielsieg des deutschen Rekordmeisters bei RB Salzburg spricht Max Eberl offen über die Kaderlage – und sendet dabei ein deutliches Signal an Sacha Boey. Der Franzose war krankheitsbedingt nicht dabei, steht aber ohnehin seit Wochen im Fokus der Wechselgerüchte.
Eberl erklärt öffentlich, dass es mit der Rückkehr von Hiroki Ito und Alphonso Davies auf den Außenverteidiger-Positionen „echt schwer“ werden könne. Die Bayern hätten dort nun Qualität im Überfluss. Und dann, so der Sportvorstand, mache es für den einen oder anderen Spieler Sinn, „sich vielleicht zu verändern“.
Zwischen den Zeilen ist klar: Boey ist gemeint. Für den 25-Jährigen ist die Situation alles andere als einfach. In der laufenden Saison kommt er bislang nur auf 625 Einsatzminuten, häufig nur als Backup. Vor ihm in der Hierarchie stehen aktuell mehrere Optionen: Konrad Laimer, Josip Stanisic, Raphaël Guerreiro – und eben die zurückkehrenden Ito und Davies.
Dabei hatte der FC Bayern im Januar 2024 noch rund 30 Millionen Euro an Galatasaray überwiesen, um Boey nach München zu holen. Die Erwartungen waren hoch, der Durchbruch blieb aus. Laut Sky fordert der Verein im Winter bis zu 20 Millionen Euro Ablöse oder zumindest eine Leihe mit Kaufpflicht. Interessenten gibt es, unter anderem aus der Premier League.
Heißt das jetzt endgültig Abschied? Noch nicht. Boeys Vertrag läuft bis 2028, zuletzt soll der Spieler selbst Wechselangebote abgelehnt haben. Doch wenn selbst der Sportvorstand öffentlich über Alternativen spricht, ist das mehr als ein Warnschuss.
Bleibt die Frage: Zieht Boey noch im Winter die Reißleine – oder beißt er sich bis zum Sommer durch?