Chelsea-Klausel sorgt für Alarm beim BVB: Droht jetzt das nächste Maatsen-Drama?

Daniel

09. Jan. 2026

Beim BVB schrillen die Alarmglocken: Eine brisante Vertragsklausel bei Leihspieler Aaron Anselmino gibt dem FC Chelsea die Macht, den Innenverteidiger mitten im Winter zurückzuholen. In Dortmund kommen böse Erinnerungen hoch.


Eigentlich wollte Borussia Dortmund in Ruhe in die Rückrunde starten. Trainingslager, Feinschliff, Fokus auf die Bundesliga. Doch plötzlich sorgt eine Personalie für Unruhe: Aaron Anselmino.

Sportdirektor Sebastian Kehl bestätigte offen, was viele Fans befürchtet hatten. In der Leihvereinbarung mit dem FC Chelsea existiert eine Klausel, die den Blues erlaubt, den 20-jährigen Innenverteidiger im Winter vorzeitig zurückzuholen. Keine theoretische Option, sondern eine reale Gefahr.

Anselmino kam im Sommer aus London und musste sich erst beweisen. Das gelang ihm schneller als erwartet. Neun Einsätze stehen bislang zu Buche, dazu robuste Zweikampfführung, mutiges Auftreten und eine Präsenz, die dem BVB in Phasen großer Personalsorgen enorm half.

Gerade deshalb wäre ein Abgang jetzt besonders bitter. Die Rückrunde beginnt am Freitag mit dem schweren Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt. Und die Defensive der Borussia ist ohnehin nicht üppig besetzt.

Kehl machte keinen Hehl daraus, dass Dortmund den Argentinier gerne behalten würde. Aus BVB-Sicht ergibt es Sinn, die Leihe bis zum Saisonende fortzusetzen – sportlich wie entwicklungsbezogen. Doch am Ende liegt die Entscheidung nicht in Dortmund. Und genau hier beginnt das ungute Déjà-vu.

Viele Fans denken unweigerlich an Ian Maatsen. Auch er kam leihweise aus Chelsea, überzeugte auf ganzer Linie – und war am Ende trotzdem nicht zu halten. Die Londoner setzten plötzlich eine Ablöse von rund 40 Millionen Euro an. Zu viel für den BVB. Maatsen wechselte zu Aston Villa.

Bei Anselmino gibt es nicht einmal eine Kaufoption. Sollte Chelsea die Klausel ziehen, ist Dortmund machtlos. Zusätzliche Brisanz entsteht durch den Umbruch bei den Blues nach dem Trainer-Aus von Enzo Maresca. Ein neuer Coach könnte den Verteidiger sofort einplanen.

Für den BVB wäre das ein Szenario zur Unzeit. Sportlich, mental – und strategisch auf dem Transfermarkt. Noch hofft man in Dortmund, dass Chelsea die Finger stillhält. Doch die Erfahrung lehrt: Bei diesen Deals ist Vorsicht besser als Optimismus.