Julian Ryerson spielt die Saison seines Lebens – und weckt damit Begehrlichkeiten. Nach seinem Vier-Assist-Galaabend gegen Mainz soll nun ein absoluter Top-Klub beim BVB-Rechtsverteidiger anklopfen.
Vier Vorlagen in einem Spiel – das schafft selbst auf höchstem Niveau kaum einer. Beim 4:0 gegen Mainz bereitete der Norweger alle Treffer vor, drei davon nach Standards. Präzise Ecken, scharfe Hereingaben, perfektes Timing. Ryerson liefert.
Wie Bild berichtet, hat der FC Barcelona den 28-Jährigen für den Sommer auf dem Zettel. Auch spanische Medien greifen das Thema auf und bringen den Rechtsverteidiger als mögliche Verstärkung für die Mannschaft von Hansi Flick ins Spiel. In Katalonien sucht man offenbar mehr Offensivpower über außen – genau Ryersons Spezialgebiet.
Sein Vertrag in Dortmund läuft noch bis 2028. Der BVB sitzt also am längeren Hebel. Intern gilt Ryerson als absoluter Mentalitätsspieler, verlässlich, laufstark, unangenehm für jeden Gegenspieler. Und doch stellt sich die Frage: Was passiert, wenn Barcelona wirklich ernst macht?
Marktwert laut Transfermarkt: rund 20 Millionen Euro. Für einen 28-Jährigen kein Schnäppchen, aber angesichts seiner Zahlen auch kein Risiko-Transfer. In Dortmund verdient Ryerson dem Vernehmen nach rund fünf Millionen Euro jährlich – in Spanien winkt womöglich der letzte große Vertrag seiner Karriere.
Sportdirektor Sebastian Kehl lobte ihn nach dem Mainz-Spiel öffentlich, sprach von einem „Wahnsinn“-Auftritt. Der Klub will den Leistungsträger nicht abgeben, das ist klar. Doch ein unmoralisches Angebot? Der BVB hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er bei passenden Summen gesprächsbereit ist.
Bis dahin aber genießt Ryerson seinen Höhenflug im schwarz-gelben Trikot. Und die Fans fragen sich: Bleibt dieser Dauerläufer auch über den Sommer hinaus?