Kommt es zur emotionalen Heimkehr von Julian Brandt zu Bayer Leverkusen? Während Klub-Boss Fernando Carro öffentlich mit dem Gedanken spielt, tritt Sportchef Simon Rolfes deutlich auf die Bremse.
Am Samstag hatte Carro die Diskussion selbst entfacht und sich als bekennender Fan des Offensivspielers geoutet. Brandt spielte bereits von 2014 bis 2019 unterm Bayer-Kreuz, ehe er für rund 25 Millionen Euro nach Dortmund wechselte.
Doch Sportchef Simon Rolfes wollte die Euphorie nicht teilen: Im Sport1-Doppelpass stellte der 44-Jährige klar: „Ich bin bei Rückholaktionen skeptisch.“ Rolfes verwies zudem auf die aktuelle Kaderstruktur und nannte mit Ibo Maza ein Eigengewächs, dem er großes Entwicklungspotenzial zuschreibt. Eine klare Ansage – Brandt sei „kein Thema“.
Eine Rückholaktion? Für Rolfes grundsätzlich schwierig. Der frühere Nationalspieler betonte, er sei „kein wirklicher Freund“ solcher Transfers. Zu oft passe die sportliche Entwicklung nicht mehr zusammen, zu groß sei die emotionale Verklärung. Dennoch ließ er eine Hintertür offen – allerdings nicht für Brandt.
Bei Kai Havertz, aktuell beim FC Arsenal unter Vertrag und ebenfalls in Leverkusen ausgebildet, würde die Werkself gesprächsbereit sein. Man pflege weiterhin engen Kontakt, Havertz sei „ein besonderer Spieler“, so Rolfes. Eine klare Priorisierung also.
Für Brandt bedeutet das: Trotz auslaufenden Vertrags und offener Zukunft stehen die Zeichen aktuell nicht auf Rückkehr an die BayArena. Und doch bleibt die Frage: Ändert sich die Lage, wenn sich im Sommer plötzlich eine sportliche Lücke auftut?
Klar ist nur: Die Entscheidung liegt am Ende bei Rolfes – und der hat seine Haltung deutlich gemacht.