Die letzte Hoffnung ist dahin: Borussia Dortmund bekommt Aaron Anselmino nicht zurück. Der FC Chelsea hat eine endgültige Entscheidung getroffen – und die fällt aus BVB-Sicht bitter aus.
In den vergangenen Tagen hatte man beim BVB noch gehofft, dass sich eine Hintertür öffnet. Nach der überraschenden Rückholaktion durch den FC Chelsea stand die Idee im Raum, Aaron Anselmino zumindest für die Rückrunde erneut auszuleihen. Doch daraus wird nichts.
Stattdessen schickt Chelsea den 20 Jahre alten Innenverteidiger zu Racing Straßburg. Der Ligue-1-Klub gehört – genau wie die Blues – zur BlueCo-Gruppe von Eigentümer Todd Boehly. Der Plan dahinter ist klar: Anselmino soll regelmäßig spielen und sich weiterentwickeln.
Für den BVB ist das ein herber Dämpfer. Denn ursprünglich war Anselmino bis zum 30. Juni 2026 an Dortmund ausgeliehen. Chelsea zog jedoch vor wenigen Tagen eine vertraglich fixierte Rückholklausel – offiziell wegen personeller Engpässe in der eigenen Defensive. Intern sorgte dieser Schritt an der Strobelallee für reichlich Frust.
Laut Berichten spielte Chelsea mit mehreren Szenarien: Entweder sollte ein externer Verteidiger verpflichtet oder ein anderer Leihspieler zurückgeholt werden. Am Ende fiel die Wahl auf das bekannte Modell mit Straßburg – inklusive Anselmino als Leihgabe.
Besonders emotional: der Abschied des Argentiniers aus Dortmund. In der Kabine flossen Tränen, später verabschiedete sich Anselmino via Instagram von den Fans. Sechs Monate, zehn Pflichtspiele, viel Anerkennung – und ein Ende, das so niemand geplant hatte.
Sportlich muss der BVB nun intern reagieren. Sportdirektor Sebastian Kehl hatte zuletzt betont, dem vorhandenen Kader zu vertrauen. Junge Spieler wie Filippo Mané sollen nun mehr Verantwortung übernehmen. Ein externer Ersatz kam im Winter bewusst nicht mehr.
Ein kleiner Trost: Wenigstens ein weiterer Abgang ist vom Tisch. Der geplante Leihwechsel von Almugera Kabar zum HSV platzte nach dem Medizincheck. Damit bleibt ein weiteres Abwehrtalent in Dortmund.
Unterm Strich bleibt für den BVB vor allem die Erkenntnis: Im Konstrukt mit Chelsea und Co. zieht man am Ende oft den Kürzeren. Und Anselmino? Der startet nun ein neues Kapitel – allerdings nicht mehr in Schwarzgelb.