Brandt zögert, Schlotterbeck pokert: So ist der Vertrags-Stand beim BVB

Daniel

09. Feb. 2026

Bei Borussia Dortmund laufen die Gespräche im Hintergrund auf Hochtouren. Während Julian Brandt nach seinem Wolfsburg-Tor bewusst auf Zeit spielt, drückt der BVB bei Nico Schlotterbeck aufs Tempo.


Sportlich sendet der BVB gerade positive Signale, doch abseits des Rasens bleibt es spannend. Zwei Personalien stehen besonders im Fokus: Julian Brandt und Nico Schlotterbeck. Beide sind Leistungsträger, beide mit offenen Zukunftsfragen.

Brandt hat am Samstag beim VfL Wolfsburg nicht nur per Kopf getroffen, sondern danach auch verbal für Aufmerksamkeit gesorgt. Eine schnelle Verlängerung? Eher nicht. Der Offensivmann machte klar, dass zwar Gespräche laufen, eine Einigung aber noch in weiter Ferne ist. Er wolle sich Zeit nehmen, sagte Brandt – es gehe um eine Grundsatzentscheidung.

Der Vertrag des 29-Jährigen läuft bereits im Sommer aus. Entsprechend genau hört man in Dortmund hin. Intern bleibt man dennoch optimistisch, dass es zu einer Lösung kommt, auch wenn Brandt betont, dass dies kein Thema bis Juni oder Juli werden müsse. Geduld statt Schnellschuss.

Ganz anders die Tonlage bei Nico Schlotterbeck

Beim Innenverteidiger, dessen Vertrag bis 2027 datiert ist, will der BVB frühzeitig Klarheit. Sportdirektor Sebastian Kehl spricht offen davon, „auf dem Gaspedal“ zu stehen. Schlotterbeck selbst hat eine interne Deadline, verrät sie aber nicht. Vor dem Sommer will er eine Entscheidung treffen – abhängig davon, wie er die sportliche Perspektive bewertet.

Dass Dortmund zuletzt wieder näher an die Spitze gerückt ist, spielt dem Klub in die Karten. Titelambitionen sind für Schlotterbeck ein entscheidender Faktor. Und genau hier setzt die Vereinsführung an, auch mit öffentlichem Lob für den Nationalspieler.

Wer macht den ersten Schritt?

Fakt ist: Beim BVB laufen zwei unterschiedliche Prozesse parallel. Während man bei Schlotterbeck aktiv auf eine Verlängerung drängt, lässt man Brandt bewusst Raum für seine Entscheidung. Ruhe bewahren, aber vorbereitet sein – so lautet aktuell die Dortmunder Linie. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob daraus auch Planungssicherheit wird.