Nach dem 2:0 im Champions-League-Playoff gegen Atalanta Bergamo knallt es zwischen Borussia Dortmund und den Italienern gewaltig – diesmal aber nicht auf dem Rasen, sondern am Verhandlungstisch.
Nach dem 2:0-Hinspielsieg im Signal Iduna Park steht der BVB mit einem Bein im Achtelfinale, das Rückspiel in Bergamo steigt in der kommenden Woche. Ausgerechnet jetzt erhebt Atalanta-Präsident Antonio Percassi schwere Vorwürfe rund um den Transfer von Samuele Inácio – und sorgt damit vor dem zweiten Duell für zusätzliche Schärfe.
Dortmund hatte sich am Dienstagabend sportlich durchgesetzt, zwei Tore, viel Kontrolle, beste Ausgangslage. Doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig.
Wie Fussballtransfers unter Berufung auf Sky Italia berichtet, boykottierten die Atalanta-Bosse sogar das obligatorische UEFA-Mittagessen mit den BVB-Verantwortlichen. Präsident Percassi begründet das mit angeblichen Unregelmäßigkeiten beim 2024 vollzogenen Wechsel von Offensivtalent Samuele Inácio nach Dortmund.
Der Vorwurf sitzt: Der BVB habe sich nicht regelkonform verhalten und dem Klub aus Bergamo nicht den nötigen Respekt entgegengebracht. Inácio sei in Atalantas Jugend ausgebildet worden, es gebe Fristen und Regularien – und man sei juristisch überzeugt, im Recht zu sein, so der Tenor aus Italien.
Heißt im Klartext: Atalanta fühlt sich um ein Eigengewächs gebracht. Brisant ist dabei die zeitliche Komponente. Der Transfer liegt inzwischen eineinhalb Jahre zurück. Warum also jetzt die öffentliche Attacke? Zufall im Vorfeld eines K.o.-Rückspiels in der Champions League – oder doch gezielter Druckaufbau?
Immerhin: Laut Percassi kam es trotz des geplatzten Mittagessens zu einem Gespräch mit Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken. Eine offizielle Stellungnahme des BVB zu den konkreten Vorwürfen steht bislang aus. Auch ob tatsächlich ein Verstoß gegen FIFA-Regularien im Raum steht, bleibt offen.
Klar ist: Das Rückspiel in Bergamo wird nicht nur sportlich hitzig. Die Atmosphäre dürfte spätestens jetzt elektrisiert sein.