Wird der BVB im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt zuschlagen und den Kader verstärken? Die Entscheidung ist gefallen!
Das Winter-Transferfenster der Saison 2025/26 ist offen, doch beim BVB herrscht ungewohnt viel Ruhe. Während in den vergangenen Jahren zumindest punktuell nachgebessert wurde, gibt es diesmal eine klare Ansage aus der sportlichen Führungsetage. Sebastian Kehl plant laut eigener Aussage keine weiteren Zugänge mehr – unabhängig davon, wie lange das Fenster noch geöffnet ist.
Damit setzt Borussia Dortmund voll auf den bestehenden Kader. Verletzungen, Formschwankungen oder kurzfristige Ausfälle sollen intern aufgefangen werden. Eine mutige Entscheidung, gerade mit Blick auf die hohe Belastung in Bundesliga, Pokal und internationalem Wettbewerb.
Kehl begründet den Kurs mit Vertrauen in die Mannschaft und wirtschaftlicher Vernunft. Der Markt gebe im Winter ohnehin selten echte Verstärkungen her, die sofort helfen und zugleich bezahlbar seien. Lieber stabil bleiben, als hektisch reagieren – so der Tenor aus Dortmund.
Ganz ruhig bleibt es auf der Abgangsseite aber offenbar nicht. Wie unter anderem Sport1 berichtet, hat der BVB bereits mehrere Spieler ziehen lassen, weitere könnten folgen. Vor allem Akteure aus der zweiten Reihe oder junge Profis ohne klare Perspektive stehen im Fokus möglicher Leihen oder Transfers.
Ein Satz reicht: Der Kader soll verschlankt werden. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Entlastung, sondern auch um sportliche Klarheit. Wer aktuell kaum Einsatzzeiten bekommt, soll andernorts Spielpraxis sammeln oder Platz für interne Lösungen machen. Besonders Talente aus dem erweiterten Profikader könnten davon betroffen sein.
Doch ist dieser Sparkurs wirklich risikolos? Gerade in einer Saisonphase, in der Kleinigkeiten über Erfolg oder Frust entscheiden, kann fehlende Tiefe schnell zum Problem werden. Eine Verletzung zu viel – und die Personaldecke wird dünn.
Andererseits setzt der Klub bewusst auf Entwicklung statt Aktionismus. Junge Spieler sollen Verantwortung übernehmen, Führungsspieler vorangehen. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich schon in den kommenden Wochen zeigen.
Klar ist: Der BVB geht einen ungewöhnlich konsequenten Weg durch den Winter. Keine Zugänge, mögliche weitere Abgänge – und viel Vertrauen in das, was bereits da ist. Mutig? Vielleicht. Riskant? Möglich. Langweilig wird es in Dortmund jedenfalls nicht.