Der 1. FC Union Berlin sorgt mitten in der Saison für ein starkes Signal: Steffen Baumgart hat seinen Vertrag vorzeitig verlängert. Die Eisernen belohnen damit Stabilität, Entwicklung und einen klaren Kurs – sportlich wie emotional.
Die Entscheidung fiel am Mittwochvormittag, ganz union-typisch ohne Nennung der neuen Laufzeit. Klar ist aber: Union will mit Steffen Baumgart weitermachen. Und das aus voller Überzeugung.
„Steffen hat die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen und ihr Stabilität und Klarheit gegeben“, erklärte Geschäftsführer Horst Heldt in der Klubmitteilung. Worte, die sitzen. Denn genau das fehlte Union zuvor.
Baumgart hatte das Traineramt am 30. Dezember 2024 übernommen, nach einer Phase ohne Siegesserlebnis und mit spürbarer Verunsicherung im Umfeld. Neun Pflichtspiele ohne Erfolg lagen damals hinter den Köpenickern. Was folgte, war kein Fußball-Feuerwerk – aber ein funktionierender Plan. Pragmatisch, kompakt, unbequem.
Im Frühjahr blieb die Mannschaft zwischenzeitlich acht Spiele in Serie ungeschlagen und machte den Klassenerhalt bereits am 30. Spieltag klar. Inzwischen steht Union auf Platz neun der Bundesliga – näher an Europa als an der Abstiegszone.
Bemerkenswert: Das trotz eines Kaders, den viele Experten vor Saisonbeginn schwächer einschätzten als in den Vorjahren. Doch Baumgart formte aus Einzelteilen wieder ein Kollektiv. Zufall? Sicher nicht.
Auch der Trainer selbst findet klare Worte. „Wir haben eine stabile Basis geschaffen, auf der wir weiter aufbauen wollen“, so Baumgart. Vertrauen, Zusammenhalt, klare Idee – das passt zur DNA der Eisernen. Und zur Alten Försterei sowieso.
Schon in dieser Woche stehen für Union zwei schwere Auswärtsspiele an: beim FC Augsburg und beim VfB Stuttgart. Mit dem Wissen im Rücken, dass Trainer und Klub langfristig planen. Ein Vorteil? Gut möglich.