Gerüchteküche auf Anschlag beim BVB: Aus der Türkei soll am Deadline Day eine Last-Minute-Anfrage für Serhou Guirassy eingegangen sein.
Nach dem 3:2 gegen den 1. FC Heidenheim steht Borussia Dortmund nur noch sechs Punkte hinter Tabellenführer Bayern München und greift im Titelrennen wieder an. Genau deshalb ist die Personalie Guirassy besonders brisant: Das Winter-Transferfenster schließt heute, der BVB will im Endspurt der Bundesliga keine Stammkraft verlieren.
Der Doppelpack gegen Heidenheim wirkte wie ein Befreiungsschlag. Zwölf Tore in 30 Pflichtspielen sind ordentlich, auch wenn die Erwartungen an Serhou Guirassy seit seiner Verpflichtung hoch sind.
Trotzdem gibt es Bewegung auf dem Markt. Laut dem türkischen Journalisten Sercan Hamzaoglu hat Fenerbahce bei Borussia Dortmund wegen eines möglichen Transfers angefragt. Die Istanbuler prüfen demnach aktuell die Rahmenbedingungen.
Ein Deal hätte allerdings eine klare Voraussetzung. Fenerbahce müsste zunächst Youssef En-Nesyri abgeben, erst dann würde sich überhaupt ein Zeitfenster für Guirassy öffnen.
Genau hier beginnen die Zweifel. In Dortmund gilt der 29-Jährige weiterhin als feste Größe, ein gleichwertiger Ersatz wäre am letzten Transfertag kaum zu realisieren. Sportdirektor Sebastian Kehl hatte zuletzt weitere Abgänge praktisch ausgeschlossen.
Hinzu kommt die Vertragssituation. Guirassy besitzt beim BVB einen Kontrakt bis 2028, mit speziellen Klauseln erst ab dem Sommer – ein kurzfristiger Verkauf würde sportlich wie strategisch kaum Sinn ergeben.