Nico Schlotterbeck steht vor der wohl größten Entscheidung seiner Karriere. Borussia Dortmund drängt auf eine Verlängerung – doch Real Madrid mischt mit. Jetzt ist klar, wann Klarheit herrschen soll.
Nach Informationen von SPORT BILD peilen beide Seiten eine Entscheidung rund um die kommende Länderspielpause Mitte März an. Im Idealfall fällt die Wahl sogar noch vor der Abreise zur Nationalmannschaft. Bedeutet: In wenigen Wochen wissen die BVB-Bosse, ob ihr Abwehrchef bleibt – oder den nächsten Schritt wagt.
Dortmund lockt mit einem langfristigen Vertrag und einem Gehalt von bis zu 14 Millionen Euro pro Jahr. Zudem soll eine Ausstiegsklausel ab 2027 greifen, gestaffelt nach sportlichem Abschneiden. Qualifiziert sich der BVB für die Königsklasse, liegt die Ablöse demnach bei rund 60 Millionen Euro, ohne Champions League etwa zehn Millionen darunter.
Doch es gibt einen mächtigen Konkurrenten: Real Madrid. Die Königlichen suchen im Sommer offenbar zwei neue Innenverteidiger, unter anderem einen Linksfuß – ein Profil, das Schlotterbeck perfekt erfüllt. Bei Real laufen mehrere Verträge in der Defensive aus, zudem kämpfen die Madrilenen immer wieder mit Verletzungen im Abwehrzentrum. Ein Transfer im Bereich von 40 bis 50 Millionen Euro gilt als realistisch.
Allerdings hängt in Madrid vieles an der Trainerfrage. Nach der Trennung von Xabi Alonso im Januar steht Álvaro Arbeloa unter Beobachtung, eine langfristige Lösung ist noch nicht final entschieden. Und genau das macht die Sache für Schlotterbeck kompliziert – will er wirklich auf einen Trainer setzen, der ihn womöglich gar nicht explizit fordert?
In Dortmund hingegen ist seine Rolle klar definiert. Schon jetzt fungiert der 26-Jährige als Vize-Kapitän hinter Emre Can, intern gilt er als künftiger Binden-Träger. Sportchef Lars Ricken und Sebastian Kehl sollen ihm in Gesprächen sogar die Vorbilder Jürgen Kohler und Mats Hummels genannt haben – Identifikationsfiguren, Führungsspieler, Abwehr-Ikonen.
Schlotterbeck selbst denkt groß. Der verlorene Champions-League-Finalabend 2024 gegen Real Madrid nagt noch immer an ihm. Titel, internationale Anerkennung, vielleicht irgendwann Weltmeister – das sind seine Ziele.
Bleibt also die Frage: Setzt er auf Kontinuität und die Kapitänsbinde beim BVB – oder auf den maximalen Titel-Boost bei Real? Spätestens Mitte März wissen wir mehr.