Trainerwechsel an der Weser! Der SV Werder Bremen macht Nägel mit Köpfen und präsentiert Daniel Thioune als neuen Cheftrainer. Der 51-Jährige übernimmt die Grün-Weißen mit sofortiger Wirkung und steht bereits am Mittwochnachmittag erstmals auf dem Trainingsplatz.
Nach der Freistellung von Horst Steffen am Sonntag reagiert Werder schnell und holt einen Trainer mit Bundesliga- und Abstiegskampf-Erfahrung. Thioune unterschreibt kurzfristig, leitet am Mittwoch um 14 Uhr seine erste Einheit und soll dem Team sofort neue Impulse geben.
Werder Bremen steht nach 20 Spieltagen der Bundesliga 2025/26 auf Rang 15 und wartet seit zehn Ligaspielen auf einen Sieg. Bereits am Samstag, 7. Februar 2026, um 15.30 Uhr beim SC Freiburg steht Thioune vor seiner Feuertaufe – ein direktes Duell, das im Tabellenkeller enormen Druck birgt.
Die Entscheidung für Thioune ist bewusst gefallen. Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz betont, dass Gespräche über Spielidee, Ansprache und Herangehensweise den Ausschlag gegeben haben. Ziel: schnell Stabilität reinbringen und die Mannschaft aus der Negativserie führen, ohne alles auf links zu drehen.
Thioune selbst gibt sich zuversichtlich. Der gebürtige Osnabrücker spricht von einer großen Aufgabe, aber auch von einer echten Chance. Werder sei ein „Aushängeschild der Region“, das er schon lange verfolge – nun steht er mittendrin statt nur dabei.
Inhaltlich setzt der neue Coach auf Intensität und Direktheit. Schnell nach vorne, Tiefe vor Breite, klare Abläufe – und vor allem Überzeugung. Klingt simpel, ist aber genau das, was Werder zuletzt gefehlt hat?
Dass Thioune einige Akteure und Staff-Mitglieder bereits kennt, soll den Einstieg erleichtern. Spieler wie Felix Agu oder Christian Groß haben schon unter ihm gearbeitet, im Trainerteam stößt mit Jan Hoepner ein alter Weggefährte hinzu.
Viel Zeit bleibt allerdings nicht. Drei Trainingstage, dann wartet Freiburg. Thioune macht keinen Hehl daraus, dass er kurzfristig keine Wunder verspricht – aber klare Nuancen setzen will. Es gehe nicht um Perfektion, sondern um das erste Erfolgserlebnis.
Werder setzt auf den Reset-Knopf. Ob er funktioniert, zeigt sich schnell. Die Mission Klassenerhalt läuft – jetzt mit neuem Mann an der Seitenlinie.