Emre Can fällt mit Kreuzbandriss monatelang aus – doch bei Borussia Dortmund stehen die Zeichen offenbar auf Verlängerung. Trotz schwerer Verletzung wollen die Bosse den Kapitän nicht fallen lassen.
Die Diagnose ist bitter: Wie der Klub nach dem 2:3 gegen den FC Bayern offiziell bestätigte, hat sich Can einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt mehrere Monate aus. Auch Sport1 berichtet von der Hiobsbotschaft, die den Kapitän bis Saisonende außer Gefecht setzt.
Und trotzdem plant der BVB offenbar ein starkes Signal. Nach Informationen der Bild-Zeitung wollen die Dortmunder Verantwortlichen dem 32-Jährigen einen neuen Einjahresvertrag anbieten. Cans aktuelles Arbeitspapier läuft noch bis zum 30. Juni 2026, wie auch das offizielle Spielerprofil des Vereins bestätigt. Statt eines Abschieds könnte also eine Verlängerung über 2026 hinaus folgen – allerdings wohl zu reduzierten Bezügen.
Sport-Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl planen demnach, nach der Operation konkrete Gespräche aufzunehmen. Kehl hatte bereits bei der Verkündung der Verletzung betont, man werde Can „jede Unterstützung“ zukommen lassen. Worte, denen nun offenbar Taten folgen.
Ein bemerkenswerter Schritt – gerade in einer Phase, in der jeder Kaderplatz sportlich maximalen Wert besitzt. Can trägt seit Sommer 2023 die Kapitänsbinde und ist trotz wechselnder Positionen – Sechser, Innenverteidiger, sogar Rechtsverteidiger – eine zentrale Führungsfigur. Seine Erfahrung, seine Lautstärke, sein Einfluss in der Kabine gelten intern als enorm wichtig. Lässt man so einen Spieler nach einer schweren Verletzung einfach ziehen?
Der mögliche neue Vertrag wäre deshalb mehr als nur Formalie. Er wäre ein Statement – für Loyalität, für Kontinuität und für den Führungsanspruch dieses Teams.