FC Bayern zittert um Musiala: Rückfall bremst Comeback-Pläne

Daniel

09. Jan. 2026

Der FC Bayern muss bei Jamal Musiala weiter Geduld haben. Ein leichter Rückfall wirft die Comeback-Pläne des Edeltechnikers erneut zurück – auch wenn die Verantwortlichen demonstrativ Ruhe bewahren.


Das 5:0 im Testspiel gegen RB Salzburg geriet für die Bayern fast zur Nebensache. Denn einer fehlte erneut: Jamal Musiala. Statt Zauberfußball gab es nach Abpfiff erst einmal ein Update – und das hatte es in sich.

Sportvorstand Max Eberl bestätigte einen leichten Rückfall beim 22-Jährigen. Keine neue Verletzung, kein strukturelles Problem, aber ein „minimales Gespür“ bei steigender Trainingsbelastung. Vorsicht statt Risiko, so die klare Linie an der Säbener Straße.

Musiala hatte sich Anfang Juli 2025 bei der Klub-WM schwer verletzt und erst im Dezember wieder Teile des Mannschaftstrainings aufgenommen. Nach sechs Monaten Zwangspause reagiert der Körper nun sensibel – ein Szenario, das medizinisch alles andere als ungewöhnlich ist. Ein Dämpfer also, aber kein Rückschritt mit Langzeitfolgen.

Eberl machte deutlich, dass es sich eher um Feintuning als um Alarmstufe Rot handelt. Man wolle nichts erzwingen, gleichzeitig sei das Comeback „eine Frage von Tagen“. Eine Aussage, die Hoffnung macht – und dennoch Raum für Interpretation lässt.

Auch Sportdirektor Christoph Freund bleibt optimistisch. Ein Einsatz im Januar gilt intern weiterhin als realistisch. Trainer Vincent Kompany schlägt in die gleiche Kerbe und setzt auf einen behutsamen Aufbau mit ersten Kurzeinsätzen. Minuten sammeln, Rhythmus finden, Vertrauen aufbauen. Doch wann genau? Das bleibt offen.

Der Vorteil aus Bayern-Sicht: Die Mannschaft funktioniert auch ohne ihren Ausnahmespieler. Die Offensive trägt sich, der Druck auf Musiala hält sich in Grenzen. Genau das soll helfen, den Nationalspieler ohne Hektik zurückzuführen – körperlich wie mental.

Fest steht: Ein überstürztes Comeback wird es nicht geben. Der FC Bayern denkt langfristig. Und Musiala soll nicht nur zurückkommen – sondern wieder der Unterschiedsspieler sein, den alle kennen.