Bitterer Nachmittag in Sinsheim, bittere Diagnose danach: Bayer Leverkusen muss wochenlang ohne Mark Flekken und Nathan Tella auskommen. Nach der 0:1-Pleite bei der TSG Hoffenheim bestätigten MRT-Untersuchungen die schlimmsten Befürchtungen.
Es war mehr als nur eine Niederlage, die Bayer 04 am Wochenende kassierte. Schon kurz nach Abpfiff war klar: Dieser Nachmittag hat Spuren hinterlassen. Nun herrscht Gewissheit – und die tut richtig weh.
Mark Flekken hat sich eine Bänderverletzung im rechten Knie zugezogen. Der Torhüter war nach einer Parade unglücklich weggerutscht, versuchte es nach Behandlung zwar noch einmal, musste aber wenig später aufgeben. Eine Operation bleibt ihm erspart, trotzdem fällt der 32-Jährige längerfristig aus. Mindestens mehrere Wochen ohne die etatmäßige Nummer eins.
Nicht besser sieht es bei Nathan Tella aus. Der Offensivspieler kam in Hoffenheim von der Bank, blieb nach einem Sprintduell liegen und humpelte gestützt vom Platz. Bayer spricht offiziell nur von einer Verletzung am rechten Fuß, Details nennt der Klub bewusst nicht.
Nach kicker-Informationen ist auch hier der Bandapparat betroffen – und auch Tella wird der Werkself länger fehlen. Besonders bitter: Der Nigerianer hatte bereits in der Hinrunde mit Knieproblemen wochenlang pausieren müssen.
Für Trainer Kasper Hjulmand bedeutet das vor allem im Tor eine neue Baustelle. Hinter Flekken stehen nun Janis Blaswich und Niklas Lomb als einzige Optionen bereit. Blaswich dürfte kurzfristig die Rolle der Nummer eins übernehmen. Reicht das für Bundesliga und Champions League?
Während Bayer in der Offensive mehrere Alternativen für Tellas Positionen besitzt, könnte die Torwartfrage noch zum Thema werden. Laut Berichten denkt der Klub zumindest über externe Lösungen nach – ein Schritt, der vor wenigen Tagen noch undenkbar schien.
Fest steht: Die ohnehin angespannte Phase der Werkself bekommt eine neue Dimension. Und plötzlich fühlt sich der ohnehin holprige Start ins neue Jahr noch schwerer an.