Leverkusen-Coach Hjulmand rechnet mit Trump ab – klare Worte wegen Grönland

Daniel

12. Jan. 2026

Bundesliga-Start, Heimspiel, große Bühne – und dann das. Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand sorgt kurz vor dem Restart für politische Schlagzeilen und kritisiert die jüngsten Grönland-Äußerungen von US-Präsident Donald Trump ungewöhnlich deutlich.


Der Däne hatte auf LinkedIn einen emotionalen Beitrag veröffentlicht, in dem er scharf mit politischen Führern ins Gericht ging, die Wissen, Dialog und kulturellen Respekt als Schwäche ansehen. Namen nannte er nicht. Die Botschaft aber war eindeutig.

Auf der Spieltags-Pressekonferenz legte Hjulmand nach. Es gehe ihm um grundlegende Menschenrechte und um Verantwortung für kommende Generationen. Fußball hin oder her.

Auslöser sind Trumps wiederholte Aussagen zur möglichen Übernahme Grönlands. Der US-Präsident hatte zuletzt sogar militärische Optionen nicht ausgeschlossen – ein Thema, das international für massive Kritik sorgt, wie unter anderem Euronews berichtet.

Für Hjulmand ist das keine abstrakte Debatte. Seine enge Verbindung zu Grönland hat einen privaten Hintergrund: Der Leverkusen-Coach ist mit Maliina Abelsen liiert, einer bekannten grönländischen Politikerin und ehemaligen „Frau des Jahres“. In seinem Post teilte Hjulmand ein gemeinsames Foto sowie eine Karte der Insel – verbunden mit einem klaren Appell an Menschlichkeit, Empathie und Respekt.

„Es ist nichts Politisches“, betonte er dennoch. Links oder rechts spiele keine Rolle. Er sehe sich nicht nur als Trainer, sondern in erster Linie als Mensch.

Dass ein Bundesliga-Coach so offen Stellung bezieht, ist selten. Und genau deshalb wirkt Hjulmands Auftritt so stark.

Der ehemalige dänische Nationaltrainer engagiert sich seit Jahren in sozialen Projekten. Sein Start ins Fußballjahr 2026 zeigt: Für ihn endet Verantwortung nicht an der Seitenlinie.

Sportlich will Leverkusen liefern – moralisch hat Hjulmand seine Position bereits bezogen. Klare Haltung, klare Worte. Und das mitten im Bundesliga-Alltag.