Real-Traum sorgt für Bayern-Wirbel: Lennart Karl kassiert Kritik – und zieht Konsequenzen

Daniel

09. Jan. 2026

Ein Satz, der alles lostrat: Bayern-Juwel Lennart Karl sprach offen über seinen Traumverein Real Madrid – und löste damit eine hitzige Debatte aus. Kritik von Legenden, interne Gespräche und eine schnelle Entschuldigung inklusive.


Was als lockerer Fanklub-Abend begann, entwickelte sich für Lennart Karl zur öffentlichen Lehrstunde. Der 17-Jährige hatte bei einem Besuch beim Bayern-Fanklub „Burgsinn 1980“ offen gesagt, dass er neben dem FC Bayern auch von einem Wechsel zu Real Madrid träume. Ein Satz, der hängen blieb – und in München für ordentlich Unruhe sorgte.

Denn schnell meldeten sich prominente Stimmen zu Wort. Besonders deutlich wurde Uli Stielike. Die deutsche Real-Legende kritisierte die Offenheit des Youngsters und warnte davor, sich mit solchen Aussagen „bei Bayern keine Freunde zu machen“. Für einen Spieler in diesem Alter sei der Fokus klar: Leistung, Entwicklung, Geduld.

Ganz anders klang es bei Günter Netzer. Der frühere Weltklasse-Spielmacher stellte klar, dass Träume erlaubt sein müssen – man müsse sie sich aber erst verdienen. Auch Bernd Schuster schlug in diese Kerbe und lobte Karls Ehrgeiz. Weltspitze als Ziel? Warum nicht.

Doch der Wirbel blieb nicht folgenlos. Nach dem 5:0-Testspielsieg der Bayern bei RB Salzburg suchte Karl das direkte Gespräch mit den Klub-Bossen. Intern entschuldigte er sich für seine Worte – ein Schritt, der in München gut ankam.

Sportdirektor Christoph Freund erklärte offen, dass Karl sofort klar gewesen sei, wie unglücklich die Aussage war. Sportvorstand Max Eberl bestätigte: Thema erledigt. Der Offensivspieler fühle sich extrem wohl beim FC Bayern, genieße seine Entwicklung – und lerne gerade, was öffentliche Wahrnehmung bedeutet.

Auch abseits des Platzes reagierte Karl. In den sozialen Netzwerken deaktivierte er die Kommentarfunktion auf seinem Instagram-Profil. Ein stiller, aber deutlicher Schritt – offenbar als Schutz vor der teils heftigen Kritik.

Sportlich antwortete der Teenager ohnehin am besten: zwei Tore und eine Vorlage gegen Salzburg. Leistung statt Schlagzeilen.

Ein Sturm im Bayern-Kosmos, ausgelöst von einem ehrlichen Satz. Und vielleicht eine Lektion, die Lennart Karl schneller reifen lässt als jede Trainingswoche.