Trainer-Beben bei den Königlichen: Real Madrid zieht nach der Clásico-Pleite im Supercopa-Finale die Reißleine und trennt sich einvernehmlich von Xabi Alonso. Der Nachfolger steht bereits fest.
Es ist ein Paukenschlag, der Madrid erschüttert. Nur einen Tag nach dem bitteren 2:3 gegen den FC Barcelona im Finale der spanischen Supercopa verkündet Real Madrid am Montagabend das Aus von Xabi Alonso.
Offiziell sprechen die Verantwortlichen von einer einvernehmlichen Trennung. Fakt ist aber auch: Die Geduld der Klubführung war nach zuletzt schwankenden Leistungen aufgebraucht. Trotz ordentlicher Ergebnisse fehlte die klare spielerische Entwicklung – gerade in den großen Spielen.
Dabei hatte Alonsos Amtszeit vielversprechend begonnen. Nach seinem Wechsel aus Leverkusen im Sommer 2025 legte Real einen Traumstart hin, gewann die ersten Pflichtspiele und wirkte stabil. Doch spätestens ab November riss der Faden. Niederlagen, Unruhe im Kader, wachsende Kritik.
Hinzu kamen interne Spannungen. Berichten zufolge soll es vor allem mit mehreren Führungsspielern geknirscht haben. Die Handschrift des Trainers? Immer schwerer zu erkennen. Und dann dieser Clásico – wieder verloren. Zufall?
Real reagiert schnell. Nur Minuten nach der Trennungs-Mitteilung präsentiert der Klub bereits den neuen Mann an der Seitenlinie: Álvaro Arbeloa. Ein bekanntes Gesicht, tief verwurzelt im Verein.
Der 42-Jährige betreute zuletzt Reals zweite Mannschaft Castilla und kennt den Klub wie kaum ein anderer. Als Spieler lief Arbeloa über 230-mal für die Königlichen auf, gewann unter anderem zwei Champions-League-Titel und wurde mit Spanien Welt- und Europameister.
Seit 2020 arbeitet Arbeloa als Trainer im Nachwuchsbereich, feierte dort mehrere Titel. Nun folgt der Sprung ganz nach oben. Wie lange? Dazu schweigt Real bislang. Übergangslösung oder mehr – das bleibt offen.