Arturo Vidal sorgt mal wieder für Schlagzeilen. Der Ex-Profi des FC Bayern erhebt in einem Podcast schwere Vorwürfe gegen Real Madrid – und wühlt damit alte Wunden aus der Champions League auf.
Arturo Vidal war nie ein Kind von Traurigkeit. Und auch mit 38 Jahren hält sich der Chilene nicht zurück. Im spanischsprachigen Podcast „Enfocados Te Apuesto“ rechnet der frühere Mittelfeld-Kämpfer des FC Bayern mit Real Madrid ab – und findet drastische Worte.
„Jedes Mal, wenn ich gegen Real Madrid gespielt habe, bin ich betrogen worden“, sagt Vidal offen. Eine Aussage, die es in sich hat.
Vor allem die Champions-League-Duelle zwischen Bayern und den Königlichen in der Saison 2016/17 scheinen ihn bis heute zu beschäftigen. Damals flog Vidal im Viertelfinal-Rückspiel mit Gelb-Rot vom Platz, dazu sorgten umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen und Abseitstore für reichlich Gesprächsstoff. Am Ende setzte sich Real nach Verlängerung durch – für Vidal bis heute ein wunder Punkt.
Laut t-online legte der heutige Colo-Colo-Profi im Podcast nach und stellte die Fairness der Madrilenen grundsätzlich infrage. Auch internationale Medien griffen die Aussagen sofort auf.
Vidal ging sogar noch weiter. Sinngemäß erklärte er, dass der VAR auch deshalb eingeführt worden sei, damit „Real nicht mehr stehlen könne“, wie unter anderem ProFootballNetwork berichtet.
Der Routinier, der in Europa für Juventus, Bayern, Barcelona und Inter spielte, lieferte sich über Jahre hitzige Duelle mit den Blancos. Schon nach früheren K.o.-Spielen hatte er gegen Real gestichelt und Entscheidungen öffentlich angezweifelt. Jetzt also die nächste Breitseite.
Ob das in Madrid für ein müdes Lächeln sorgt oder neue Reaktionen provoziert? Klar ist: Vidal bleibt sich treu. Er polarisiert, er provoziert – und er vergisst nichts. Die Rivalität mit Real Madrid scheint für ihn auch Jahre nach seinem Bayern-Abschied noch nicht abgeschlossen zu sein.