Der Schock sitzt noch tief, da droht schon der nächste Rückschlag: Nach der kurzfristigen Absage gegen Leverkusen steht auch das HSV-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach auf der Kippe. Im Volkspark läuft ein Wettlauf gegen die Zeit.
Eigentlich sollte am Samstag um 15.30 Uhr wieder Bundesliga-Atmosphäre im Volksparkstadion herrschen. Doch aktuell ist völlig offen, ob der Hamburger SV Borussia Mönchengladbach tatsächlich empfangen kann. Grund sind weiterhin die massiven Probleme am Stadiondach, die bereits am Dienstag zur Absage der Partie gegen Bayer Leverkusen führten.
Was war passiert? Durch starkes Tauwetter sammelte sich Wasser unter der Schneeschicht auf der Dachmembran. Die Folge: gefährliche Punktlasten, sichtbare Beulen und ein Sicherheitsrisiko, das die DFL zu einer kurzfristigen Spielabsage zwang.
Und nun? Laut Vereinsangaben prüfen Fachstatiker seit Mittwoch intensiv die Lage im Volkspark. Parallel laufen Arbeiten am Dach, um die Belastung zu reduzieren und mögliche Schäden zu beheben.
Daniel Nolte, Direktor Stadion beim HSV, gibt sich vorsichtig optimistisch. Man arbeite mit Hochdruck daran, ein sicheres und spielfähiges Stadion bereitzustellen. Eine Garantie gibt es aber nicht. Die Sicherheit aller Beteiligten habe oberste Priorität.
Klar ist: Das Tauwetter bleibt. In Hamburg werden in den kommenden Tagen Temperaturen von bis zu sieben Grad erwartet. Ob das hilft oder die Probleme sogar verschärft, entscheidet sich kurzfristig.
Für den HSV wäre eine weitere Absage sportlich wie organisatorisch ein herber Schlag. Der ohnehin dichte Spielplan würde noch komplizierter, ein Nachholtermin gegen Leverkusen steht ja ebenfalls aus.
Und die Fans? Die hoffen vor allem auf Klarheit – möglichst früh. Niemand will erneut kurz vor Anpfiff unverrichteter Dinge nach Hause geschickt werden. Die Entscheidung soll zeitnah fallen, spätestens in den nächsten 48 Stunden.
Ob der Ball am Samstag im Volkspark rollt oder nicht, hängt nun am Dach. Ein ungewohntes, aber brisantes Szenario. Hält die Arena stand?