Nico Schlotterbeck steht vor einer der wichtigsten Entscheidungen seiner Karriere. Bleibt der Abwehrchef Borussia Dortmund treu oder wagt er den nächsten Schritt? Beim BVB hofft man weiter – doch eine Deadline tickt bereits.
Die Zukunft von Nico Schlotterbeck bleibt eines der großen Themen rund um Borussia Dortmund. Seit Wochen läuft der Vertragspoker, eine Entscheidung ist aber weiter nicht gefallen. Klar ist nur: Der Nationalspieler denkt intensiv nach, und zwar nicht öffentlich, sondern im engsten Kreis.
Nach dem 3:0-Auswärtssieg bei Union Berlin sprach Schlotterbeck offen über seine Situation. Er habe sich persönlich eine Deadline gesetzt, verriet der Innenverteidiger bei Sky – wann diese abläuft, behält er allerdings für sich. Fest steht lediglich: Spätestens vor dem Sommer 2026 will er Klarheit haben.
„Ich bin Bauchmensch“, sagte Schlotterbeck. Eine Entscheidung wolle er gemeinsam mit seinem Vater und Bruder Keven treffen. Wohlfühlen tue er sich in Dortmund, leicht sei die Wahl dennoch nicht. Ein Satz, der viel Raum für Interpretationen lässt.
Beim BVB arbeitet man derweil mit Hochdruck daran, den Leistungsträger zu halten. Schlotterbeck steht noch bis 2027 unter Vertrag, dennoch wollen die Verantwortlichen frühzeitig verlängern. Hintergrund: Sollte es keine Einigung geben, müsste der Klub spätestens im Sommer über einen Verkauf nachdenken, um eine hohe Ablöse zu sichern.
Berichten zufolge liegt bereits ein deutlich verbessertes Vertragsangebot auf dem Tisch. Mehr Gehalt, mehr Verantwortung, langfristige Perspektive. Schlotterbeck gilt intern sogar als Kapitän der Zukunft. Ein klares Signal. Reicht das?
Gleichzeitig reißen die Spekulationen nicht ab. Immer wieder werden internationale Topklubs ins Spiel gebracht. Der Innenverteidiger will Titel gewinnen, regelmäßig in der Champions League um den Pokal mitspielen. Kann der BVB ihm das dauerhaft bieten?
Sportlich spricht aktuell vieles für Dortmund. Die Mannschaft stabilisiert sich, die Ambitionen sind klar formuliert. Schlotterbeck selbst gibt sich kämpferisch und betont, dass nicht alles stimme, was zuletzt geschrieben wurde.
Herz oder Kopf – genau darum geht es jetzt. Für den BVB, für die Fans und vor allem für Nico Schlotterbeck selbst. Die Uhr läuft.