Min-jae Kim steht beim FC Bayern erneut im Fokus – und diesmal mischt die Premier League kräftig mit. Doch ein möglicher Wechsel des Innenverteidigers hat einen entscheidenden Haken.
Der 29-Jährige kommt in der laufenden Saison meist nur als Backup hinter Jonathan Tah und Dayot Upamecano zum Zug, der FC Bayern führt die Bundesliga jedoch souverän an. Gerade im Hinblick auf die K.o.-Phase der Champions League und die heiße Saisonphase ab März wird jede Personalentscheidung in der Defensive sportlich brisant – auch für Trainer Vincent Kompany.
Wie unter anderem die Frankfurter Rundschau berichtet, beobachten mehrere Klubs aus England die Situation des südkoreanischen Nationalspielers ganz genau. Vor allem Chelsea und Tottenham Hotspur sollen Kim auf dem Zettel haben. Schon im Januar hatte der „Bayern-Insider“-Podcast von einem konkreten Kontakt aus London gesprochen.
Die Ausgangslage ist klar: Sportlich ist Kim nicht mehr unantastbar, finanziell aber ein Schwergewicht. Nach Informationen von Tribuna unter Berufung auf Transferexperte Fabrizio Romano verdient der Innenverteidiger in München rund acht bis neun Millionen Euro pro Jahr. Genau dieses Gehalt macht einen Deal kompliziert – zumindest für Interessenten aus Italien. In der Premier League hingegen wäre diese Summe stemmbar, weshalb England als realistischstes Ziel gilt.
Und doch gibt es einen Haken: Kim selbst denkt aktuell nicht an Abschied. Erst im Januar stellte er laut „Schwäbischer Zeitung“ klar, dass ihm ein Wechsel „nie in den Sinn gekommen“ sei. Sein Vertrag beim Rekordmeister läuft noch bis 2028, eine Ausstiegsklausel für den Sommer soll bei rund 70 Millionen Euro liegen. Auch das ist eine Ansage.
Hinzu kommt die sportliche Gemengelage an der Säbener Straße. Bayern zahlte 2023 rund 50 Millionen Euro an die SSC Neapel, entsprechend hoch dürfte die Erwartung an eine mögliche Ablöse sein. Ein Leihgeschäft, wie es zuletzt aus Italien kolportiert wurde, passt nicht wirklich in die strategischen Vorstellungen der Münchner.
Bleibt also die Frage: Kommt im Sommer Bewegung rein – oder bleibt Kim der Herausforderer im Schatten von Tah und Upamecano?
Fakt ist: Das Interesse aus der Premier League ist da. Doch solange Kim selbst keinen Wechsel forciert und Bayern auf eine hohe Ablöse pocht, bleibt der Transfer-Poker kompliziert. Die nächsten Wochen – spätestens bis zum Start der Sommer-Transferperiode 2026 – dürften richtungsweisend werden.