Ex-Werder-Trainer Alexander Nouri startet bei McDonald’s neu

Daniel

03. Jan. 2026

Vom Spielfeld an den Grill: Alexander Nouri überrascht mit einem ungewöhnlichen Karriere-Schritt. Der frühere Werder-Trainer betreibt ab sofort zwei McDonald’s-Filialen – und erklärt, warum ihn dieser Neustart mehr reizt als die nächste Trainerbank.


Viererkette war gestern, heute geht es um Burger und Personalpläne. Alexander Nouri hat dem Profigeschäft im Fußball vorerst den Rücken gekehrt und schlägt ein komplett neues Kapitel auf. Seit Anfang Januar 2026 ist der frühere Coach von Werder Bremen und Hertha BSC Franchisenehmer von zwei McDonald’s-Restaurants in Nordrhein-Westfalen.

Kurios? Auf den ersten Blick ja. Doch Nouri selbst wirkt erstaunlich klar in seiner Entscheidung: In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung betont der 46-Jährige, dass er bewusst nicht als Besserwisser in die neue Branche geht. „Ich bin hier, um zu lernen“, sagt Nouri – und meint das wörtlich. Während der Einarbeitung stand er selbst am Grill, bereitete Burger zu und lernte Abläufe von Grund auf kennen. Führung beginnt für ihn offenbar nicht im Büro, sondern mittendrin.



Parallelen zum Fußball sieht der frühere Offensivspieler trotzdem viele. Es gehe darum, Menschen mitzunehmen, sie zu verstehen und zu motivieren – egal ob Profi-Kicker oder Restaurant-Team. Genau dieser Ansatz prägte auch seine Trainerlaufbahn, die ihn vom Werder-Nachwuchs über den Chefposten an der Weser bis zu kurzen Stationen in Ingolstadt und Berlin führte.

Bei Hertha BSC übernahm Nouri nach dem plötzlichen Abgang von Jürgen Klinsmann sogar für vier Bundesligaspiele das Kommando. Ein dauerhaftes Glück wurde daraus nicht.

Sein letztes Engagement im Fußball endete 2022 in Griechenland nach wenigen Monaten. Seitdem wurde es ruhig um den gebürtigen Buxtehuder – bis jetzt. Ist das das endgültige Aus im Profifußball? Oder einfach nur eine bewusste Pause vom schnelllebigen Trainergeschäft?