Borussia Dortmund steht nach dem Champions-League-Aus finanziell unter Druck – und offenbar darf ein Leistungsträger im Sommer gehen. Für rund 30 Millionen Euro würde der BVB Julian Ryerson ziehen lassen.
Das Aus in den Play-offs der Champions League wirkt nach. Sportlich schmerzt das Scheitern, wirtschaftlich noch mehr. Laut übereinstimmenden Berichten von Bild und Sport Bild drohen dem BVB Einnahmeverluste von bis zu 27 Millionen Euro. Die Folge: Im Sommer muss mindestens ein Top-Spieler verkauft werden.
Eine erste Entscheidung scheint gefallen. Demnach darf Julian Ryerson den Klub verlassen, sollte ein Angebot um die 30 Millionen Euro auf dem Tisch liegen. Intern soll man diese Summe als Schmerzgrenze definiert haben. Für einen Spieler, der im Januar 2023 von Union Berlin kam und noch bis 2028 gebunden ist, wäre das ein sattes Plusgeschäft.
Sportlich wäre ein Abgang allerdings ein echtes Brett. Ryerson zählt in dieser Saison zu den konstantesten Dortmundern. In 32 Pflichtspielen kommt der norwegische Nationalspieler bereits auf 14 Torvorlagen – starke Zahlen für einen Rechtsverteidiger. Seine Dynamik, seine Mentalität, seine Vielseitigkeit: All das macht ihn für Trainer Niko Kovac extrem wertvoll.
Und genau das weckt Begehrlichkeiten: Barcelona, Manchester United und Newcastle United sollen den 28-Jährigen beobachten. Konkrete Angebote liegen offenbar noch nicht vor, doch das Interesse ist da. Spätestens mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko könnte Ryerson seinen Marktwert weiter steigern – und Dortmund die Verhandlungsposition verbessern.
Klar ist aber auch: Ryerson ist nicht der einzige Name auf der Liste möglicher Abgänge. Immer wieder kursieren Gerüchte um Nico Schlotterbeck, Serhou Guirassy oder Julian Brandt. Der Umbruch könnte größer ausfallen, als vielen Fans lieb ist. Die Bosse um Sebastian Kehl stehen vor einem heißen Transfersommer.
30 Millionen für Ryerson – ein Deal, den man aus wirtschaftlicher Sicht kaum ablehnen kann? Oder ein sportliches Risiko, das die Schwarz-Gelben teuer bezahlen würden? Die kommenden Monate dürften richtungsweisend werden.