Der Abschied auf Zeit steht kurz bevor: Julien Duranville soll Borussia Dortmund in den kommenden Tagen leihweise verlassen und beim FC Basel Spielpraxis sammeln. Doch obwohl der Deal sportlich Sinn ergibt, sorgt ein spezielles Vertragsdetail für hitzige Diskussionen unter den Fans.
Beim BVB war die Geduld zuletzt spürbar am Ende. Julien Duranville, einst für 8,5 Millionen Euro vom RSC Anderlecht verpflichtet, kam in dieser Saison bei den Profis nicht zum Einsatz. Verletzungen, Trainingsrückstände und harte Konkurrenz – alles Faktoren, die seine Situation in Dortmund zusätzlich erschwerten.
Nun soll der Neustart in der Schweiz folgen. Der 19-jährige Belgier steht unmittelbar vor einer Leihe zum FC Basel bis zum Saisonende. Das bestätigten zuletzt mehrere Medien übereinstimmend, auch BVB-Geschäftsführer Lars Ricken sprach offen über laufende Gespräche und betonte die Notwendigkeit von Spielpraxis für den Youngster. Keine Kaufoption, klare Rückkehr-Perspektive – eigentlich ein klassisches Leihmodell.
Doch ganz so simpel ist es diesmal nicht. Laut Berichten von Sky und Schweizer Medien enthält der Deal eine außergewöhnliche Klausel: Sollte Duranville nach seiner Rückkehr vom BVB weiterverkauft werden, würde der FC Basel finanziell an einer möglichen Ablöse beteiligt. Eine Weiterverkaufsbeteiligung trotz nur halbjähriger Leihe – das ist selbst im modernen Transfergeschäft ein echter Hingucker.
Genau dieses Detail lässt viele BVB-Fans wütend zurück. In sozialen Netzwerken ist von einem „unnötigen Zugeständnis“ und einem „schlechten Deal“ die Rede. Warum man bei einem Spieler mit Vertrag bis 2028 einen Teil zukünftiger Erlöse aus der Hand gibt, erschließt sich nicht jedem.
Sportlich erhofft sich Dortmund dennoch einen klaren Mehrwert. Duranville soll in Basel regelmäßig spielen, Selbstvertrauen tanken und seinen Rhythmus finden. In der Super League winkt ihm deutlich mehr Einsatzzeit als zuletzt im schwarz-gelben Trikot.
Auch Trainer Niko Kovač machte zuletzt keinen Hehl daraus, dass der Flügelspieler aktuell hinten ansteht. Seine Aussagen über Trainingsleistungen und Konkurrenzkampf waren deutlich – und letztlich wegweisend für diese Entscheidung.
Ob die umstrittene Klausel am Ende clever oder teuer wird, zeigt sich erst in der Zukunft. Für den Moment zählt für alle Beteiligten nur eines: Duranville muss endlich wieder Fußball spielen. Und das möglichst regelmäßig.