Bei Borussia Dortmund laufen die Planungen für die Zukunft auf Hochtouren – und sie haben es in sich. Mehrere Leistungsträger stehen vor wegweisenden Entscheidungen, die den Kader im Sommer kräftig durchschütteln könnten.
Gehen oder bleiben? Diese Frage stellt sich beim BVB aktuell gleich mehrfach. Nico Schlotterbeck, Karim Adeyemi, Serhou Guirassy – drei Namen, die sinnbildlich für die sportliche Richtung der kommenden Jahre stehen. Klar ist: Dortmund will Planungssicherheit. Doch die Realität sieht komplizierter aus.
Im Fokus steht vor allem Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger gilt intern als Wunsch-Kapitän, lässt sich aber trotz mehrerer Gespräche nicht auf eine Vertragsverlängerung festlegen. Sein Kontrakt läuft bis 2027, ein ablösefreier Abgang wäre für den Klub der Super-GAU. Deshalb wächst der Druck, spätestens im Sommer eine Entscheidung herbeizuführen.
Real Madrid gilt weiterhin als heißester Interessent. Die Spanier suchen einen neuen Abwehrchef und haben Schlotterbeck ganz oben auf der Liste. Auch der FC Bayern bleibt zumindest im Hintergrund ein Thema. Unter 50 Millionen Euro will Dortmund seinen Abwehrboss aber nicht ziehen lassen. Viel Poker, wenig Gewissheit.
Und dann ist da Karim Adeyemi. Sportlich zuletzt stark, intern aber genau beobachtet. Nach früheren Eskapaden steht der Flügelstürmer unter besonderer Beobachtung, hat sich jedoch gefangen und arbeitet fokussiert. Internationale Topklubs wie Manchester United und Inter Mailand sollen bereits vorgefühlt haben.
Adeyemis Vertrag läuft ebenfalls bis 2027. Der BVB würde gern verlängern, weiß aber auch: Bleibt die Unterschrift aus, könnte 2026 ein Verkauf drohen. Für den Moment scheint alles offen – mit leichtem Vorteil für einen Verbleib.
Deutlich unsicherer wirkt die Lage bei Serhou Guirassy. Der Stürmer hatte große Erwartungen, hängt diesen aber zuletzt hinterher. Zu wenig Tore, zu wenig Einfluss. Intern heißt es, Guirassy könne sich einen Abschied im Sommer gut vorstellen – vorausgesetzt, er findet zurück zur alten Treffsicherheit.
Auch abseits der großen Namen läuft viel. Emre Can steht vor einer möglichen Verlängerung, Julian Brandt hat sich mit starken Leistungen zurückgekämpft. Trotzdem bleibt das Gefühl: Dieser Sommer entscheidet, ob der BVB gezielt nachjustiert – oder vor einem größeren Umbruch steht.
Die Fans dürfen gespannt sein. Bleibt das Gerüst zusammen oder wird Schwarz-Gelb zur Großbaustelle? Die kommenden Monate liefern die Antworten.