Borussia Dortmund bangt weiter um Nico Schlotterbeck. Der Abwehrchef könnte auch beim Bundesliga-Kracher bei RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr) ausfallen – die Defensive des BVB bleibt damit ein echtes Sorgenkind.
Für Dortmund kommt das zur Unzeit: Für die Kovac-Elf stehen mit dem Rückspiel in Bergamo am 25. Februar und dem Liga-Gipfel gegen den FC Bayern am 28. Februar zwei Schlüsselspiele an – ohne Schlotterbeck droht Trainer Niko Kovac eine echte Personal-Not in der Innenverteidigung.
Schlotterbeck hatte sich bereits vor dem 2:0 im Champions-League-Playoff gegen Atalanta Bergamo kurzfristig mit muskulären Problemen abgemeldet. Eine schnelle Entwarnung? Fehlanzeige.
Kovac erklärte nach dem Spiel, man arbeite mit Hochdruck daran, die Spieler zurückzubekommen, konkrete Prognosen wollte er jedoch nicht abgeben. Auch Sportdirektor Sebastian Kehl blieb zurückhaltend und verwies darauf, dass sich erst kurzfristig entscheiden werde, wer am Samstag tatsächlich zur Verfügung steht.
Besonders brisant: Neben Schlotterbeck fallen mit Emre Can (Adduktorenprobleme) und Filippo Mané (Muskelverletzung) zwei weitere Innenverteidiger länger aus. Niklas Süle zog sich zuletzt beim 4:0 gegen Mainz erneut eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu und wird ebenfalls fehlen.
Vier potenzielle Innenverteidiger – weg. Wie lange kann das gutgehen? Beim Hinspiel gegen Bergamo setzte Kovac deshalb auf Improvisation. Waldemar Anton organisierte die Dreierkette, Ramy Bensebaini half aus – und U19-Kapitän Luca Reggiani feierte sein Startelf-Debüt in der Königsklasse. Der 18-Jährige überzeugte trotz früher Gelber Karte mit erstaunlicher Ruhe und Präsenz.
Für Schlotterbeck selbst ist die Situation bitter. Der Nationalspieler gilt als Abwehrchef und wichtiger Aufbauspieler im Kovac-System. Fällt er auch in Leipzig aus, wächst der Druck auf die verbliebenen Kräfte weiter – und der BVB geht mit einer wackligen Defensive in entscheidende Wochen der Saison.