BVB greift durch: Adeyemi kassiert Strafe

Daniel

09. Jan. 2026

Der Wutausbruch von Karim Adeyemi beim Spiel gegen Borussia Mönchengladbach hat Folgen. Im Trainingslager von Borussia Dortmund wurde der Vorfall nun aufgearbeitet – inklusive Geldstrafe und klärender Worte von Sportdirektor Sebastian Kehl.


Es war eine Szene, die noch lange nachwirkte. Karim Adeyemi reagierte bei seiner Auswechslung gegen Gladbach emotional, diskutierte heftig und wollte direkt in der Kabine verschwinden. Sebastian Kehl stoppte ihn damals noch am Spielfeldrand – und kündigte Konsequenzen an.

Diese sind nun offiziell. Im Trainingslager in Marbella verhängte der BVB eine Geldstrafe gegen den Offensivspieler. Über die genaue Summe schweigt der Klub, sie soll sich aber im höheren fünfstelligen Bereich bewegen.

Kehl bestätigte die Maßnahme mit einem Augenzwinkern. „Karim hat auch nicht mehr verhandelt“, sagte der Sportdirektor am Rande der Einheit und machte damit deutlich: Die Entscheidung stand schnell fest, die Botschaft ebenso.

Hinter dem lockeren Ton steckte dennoch eine klare Ansage. Kehl und Adeyemi führten im Trainingslager ein ausführliches Gespräch, nachdem dieses nach dem Spiel vor Weihnachten wegen des Urlaubs aller Beteiligten nicht möglich gewesen war. Laut Kehl lief die Aussprache „in einem sehr guten Rahmen“ – und sei nun abgeschlossen.

Der 23-Jährige habe verstanden, dass sein Verhalten in dem Moment nicht akzeptabel gewesen sei. Gleichzeitig zeigte Kehl auch Verständnis für die Emotionen eines Spielers, der sich selbst hohe Ansprüche setzt. Trotzdem gilt intern: Solche Szenen will man in Dortmund nicht noch einmal sehen.

Trainer Niko Kovac hatte bereits zuvor betont, dass Adeyemi genügend Zeit gehabt habe, den Vorfall zu reflektieren. Im Training hinterlasse der Nationalspieler nun wieder einen sehr positiven Eindruck. Volle Intensität, Fokus, keine Nebenkriegsschauplätze.

Damit versucht der BVB, das Thema endgültig abzuhaken. Der Blick soll wieder nach vorne gehen – auf die Rückrunde und auf einen Adeyemi, der sportlich den Unterschied machen kann. Denn genau das braucht Dortmund jetzt. Und genau daran wird er gemessen.