Julian Brandt verlässt Borussia Dortmund im Sommer ablösefrei – und plötzlich steht die kreative Zentrale beim BVB vor einem Umbruch. Doch statt eines klassischen Zehners könnte ein ganz anderer Name die Lücke füllen.
Am Wochenende machte Sportdirektor Lars Ricken nach dem 2:1 gegen den 1. FC Köln öffentlich, dass es keinen neuen Vertrag für den 29-Jährigen geben wird. Eine Entscheidung, die viele Fans überrascht. Zuletzt sprach schließlich einiges für eine Verlängerung des Offensivmannes, der in dieser Saison konstant Leistung brachte.
Doch wie geht es weiter ohne Brandt? Nach Informationen der WAZ genießt die Suche nach einem positionsgetreuen Nachfolger keine oberste Priorität. Stattdessen fahndet Borussia Dortmund nach einem echten Unterschiedsspieler für den Flügel. Die Marschroute bleibt dabei klar: keine Ablösen jenseits der 30-Millionen-Euro-Marke, ein besonnener Transfersommer wie im Vorjahr.
Und da fällt ein Name, der an der Strobelallee immer Emotionen weckt: Jadon Sancho. Wie Sky berichtet, wird eine erneute Rückholaktion des Engländers intern diskutiert. Sancho wäre im Sommer ablösefrei zu haben und soll sogar bereit sein, beim Gehalt Abstriche zu machen. Sportlich würde er exakt ins Profil des gesuchten Flügel-Unterschiedsspielers passen – allerdings gibt es im Klub auch kritische Stimmen, die eine dritte Zusammenarbeit skeptisch sehen.
Sollte der große Name nicht kommen, rücken interne Lösungen in den Fokus. Carney Chukwuemeka teilte sich bereits in dieser Saison regelmäßig die Spielzeit mit Brandt auf der Zehn und bringt das kreative Element mit. Zudem stößt im Sommer mit Justin Lerma ein hochveranlagtes Talent aus Ecuador zum BVB, das ebenfalls im offensiven Mittelfeld zuhause ist. Allerdings ist der 17-Jährige bei seiner ersten Station in Europa kaum sofort als Fixpunkt einzuplanen.
Viel spricht also dafür, dass Dortmund Brandts Abgang nicht eins zu eins ersetzt, sondern die Statik im Offensivspiel verändert. Mehr Tempo über außen, mehr Dynamik im Eins-gegen-eins – weniger klassische Spielmacherrolle. Ein mutiger Schritt, der zeigt: Der BVB plant keinen Stillstand, sondern einen strukturellen Umbau.