Bittere Nachrichten aus dem Trainingslager: Borussia Dortmund muss kurz vor dem Bundesliga-Start 2026 um Gregor Kobel zittern. Der Schweizer Stammkeeper hat Marbella vorzeitig verlassen – sein Einsatz in Frankfurt steht auf der Kippe.
Der Schock kam mitten in der Vorbereitung. Am Mittwoch fehlte Gregor Kobel plötzlich beim Mannschaftstraining des BVB an der Costa del Sol. Wenig später wurde klar: Der 28-Jährige ist aus dem Wintertrainingslager abgereist.
Während der Klub in den Tagen zuvor noch von reiner Belastungssteuerung gesprochen hatte, berichten mehrere Medien inzwischen von einer Erkrankung. Fest steht: Kobel konnte zuletzt nur individuell trainieren – jetzt folgt die vorzeitige Heimreise. Ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt.
Denn bereits am Freitag startet Borussia Dortmund mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt ins neue Bundesliga-Jahr. Anstoß ist um 20.30 Uhr. Ob Kobel bis dahin wieder zwischen den Pfosten stehen kann, gilt aktuell als völlig offen.
Reagiert hat der BVB trotzdem sofort. U23-Torhüter Silas Ostrzinski wurde kurzfristig ins Trainingslager nachbeordert und stand bereits mit der Mannschaft auf dem Platz. Für den Ernstfall scheint intern jedoch ein anderes Szenario wahrscheinlicher.
Alexander Meyer würde Kobel in Frankfurt vertreten. Der Routinier gilt als verlässliche Nummer zwei und kennt die Bundesliga-Bühne. Trotzdem: Ein Ausfall des Stammkeepers wäre sportlich ein herber Rückschlag.
Dortmund stellt in dieser Saison eine der stabilsten Defensiven der Liga und kassierte bislang nur zwölf Gegentore. Kobel hatte daran einen riesigen Anteil – oft als Matchwinner, oft als Ruhepol. Ohne ihn? Eine andere Statik, eine andere Sicherheit.
Brisant wirkt die Situation auch deshalb, weil sich Kobel noch vor wenigen Tagen selbst optimistisch zur Rückrunde geäußert hatte. Der BVB, Tabellenzweiter mit 32 Punkten, wollte oben angreifen. Jetzt bangt man erst einmal um die eigene Nummer eins.
Schafft Kobel rechtzeitig das Comeback – oder wird Frankfurt zur ersten großen Bewährungsprobe des Jahres ohne den Schweizer?