Der HSV startet mit einem echten Paukenschlag ins neue Jahr: Sportvorstand Stefan Kuntz ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Als Grund nennt der Klub familiäre Gründe – und steht nun vor wichtigen Weichenstellungen.
Der Jahresbeginn 2026 bringt beim Hamburger SV keine Ruhe, sondern einen echten Knall. Stefan Kuntz hat seinen Posten als Sportvorstand mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der 63-Jährige bat den Aufsichtsrat nach den Feiertagen um eine vorzeitige Vertragsauflösung – aus persönlichen, familiären Gründen.
„Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball“, erklärte Kuntz in einer kurzen Stellungnahme und bat um Respekt für seine Privatsphäre. Mehr wollte der Europameister von 1996 nicht sagen.
Der Aufsichtsrat um Michael Papenfuß stimmte dem Wunsch zu, die Zusammenarbeit endete bereits zum 31. Dezember 2025. Damit ist Kuntz nach rund anderthalb Jahren wieder weg – und das wenige Monate nach dem großen Erfolg: dem Bundesliga-Aufstieg im Sommer 2025.
Kuntz war im Mai 2024 als Nachfolger von Jonas Boldt gekommen und hatte dem HSV sportlich schnell Stabilität verliehen. Sein Vertrag lief ursprünglich bis Saisonende und hätte sich bei Klassenerhalt automatisch verlängert. Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit hatte es bereits gegeben. Jetzt kommt alles anders.
Wie geht es ohne den starken Mann weiter? Papenfuß betont, der Klub sei handlungsfähig. Vorstand Eric Huwer bleibt im Amt, dazu soll eine eingespielte Führungsriege den Übergang sichern. Zeitdruck bei der Nachfolge? Laut Aufsichtsrat Fehlanzeige.
Besonders gefragt ist nun Sportdirektor Claus Costa. Mitten in der Winter-Transferperiode muss er sportliche Entscheidungen treffen – ohne den bisherigen Chef über sich. Eine heikle Phase, keine Frage.
Für die Fans bleibt vor allem ein Gefühl: Überraschung. Und die Hoffnung, dass der HSV trotz des plötzlichen Boss-Abgangs nicht wieder in alte Muster verfällt. Gerade jetzt, nach der Rückkehr in die Bundesliga.