Der FC Bayern ist ins neue Jahr gestartet – aber nicht mit voller Kapelle. Joshua Kimmich fehlt zum Trainingsauftakt, Trainer Vincent Kompany muss zunächst ohne seinen Taktgeber planen.
Am Samstag bat der Rekordmeister an der Säbener Straße wieder zur Arbeit. Doch der Blick auf den Platz zeigte schnell: Joshua Kimmich war nicht dabei. Der 30-Jährige absolvierte nach seiner Sprunggelenksverletzung aus dem Dezember lediglich ein individuelles Aufbauprogramm. Wann er wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann, ließ der Klub offen.
Die Blessur begleitet Kimmich bereits seit November. Schon zum Jahresabschluss in Heidenheim (4:0) hatte Kompany auf seinen Führungsspieler verzichtet – aus Vorsicht. Daran hat sich zum Start der Winter-Vorbereitung nichts geändert. Intern wird betont, dass kein Risiko eingegangen werden soll, gerade mit Blick auf das dichte Programm im Januar und das anstehende WM-Jahr 2026.
Fehlte Kimmich, fehlte auch Manuel Neuer. Der Kapitän trainiert nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel weiterhin individuell. Immerhin: Jamal Musiala stand beim Auftakt mit den Profis auf dem Rasen, nachdem er bereits zuvor Extraschichten eingelegt hatte.
Und dann wäre da noch ein neues Gesicht: Mit Bara Sapoko Ndiaye holte der FC Bayern kurz vor Trainingsbeginn ein 18 Jahre altes Offensivtalent aus Gambia leihweise nach München. Der Youngster soll zunächst bei den Profis reinschnuppern, laboriert aktuell aber noch an einer kleinen Blessur und fehlte ebenfalls beim Auftakt. Der Deal läuft vorerst bis Juni 2026 – ein klassischer Perspektiv-Transfer.
Sportlich wird es für die Bayern schnell ernst. Am Dienstag steht ein Testspiel bei RB Salzburg an, ehe am 11. Januar der Bundesliga-Restart gegen Wolfsburg folgt. Ob Kimmich bis dahin ein Thema wird? Noch offen. Klar ist nur: Der Start ins Jahr 2026 läuft – vorerst ohne den Chef im Mittelfeld.