Der FC Bayern München beobachtet Leipzigs Shootingstar, doch RB Leipzig fordert offenbar eine Rekordablöse.
Die Gerüchteküche rund um den FC Bayern brodelt wieder. Nach Informationen von Sky steht Yan Diomande bei den Münchnern auf der internen Liste – als mögliche Alternative zu Said El Mala. Gesucht wird ein junger, entwicklungsfähiger Flügelspieler, der perspektivisch Druck auf die etablierte Garde ausüben kann.
Diomande passt perfekt ins gesuchte Profil. Schnell, direkt, torgefährlich. Und vor allem: erst 19 Jahre alt. Der ivorische Nationalspieler wechselte erst im vergangenen Sommer für rund 20 Millionen Euro von CD Leganés zu RB Leipzig – und schlug sofort ein. In 16 Pflichtspielen stehen bislang sieben Tore und vier Vorlagen zu Buche. Werte, die europaweit für Aufmerksamkeit sorgen. Neben den Bayern sollen auch mehrere Premier-League-Klubs wie Liverpool, Chelsea oder Manchester City ein Auge auf den Linksaußen geworfen haben.
Ein schneller Deal? Eher unwahrscheinlich. RB Leipzig hat Diomande langfristig bis 2030 gebunden, eine Ausstiegsklausel existiert nicht. Laut Transfermarkt und weiteren Berichten schwebt den Sachsen sogar eine Ablösesumme jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke vor – das wäre ein neuer Vereinsrekord. Ob die Bayern bereit wären, derart tief in die Tasche zu greifen?
Zumal die Münchner Offensive bereits prominent besetzt ist. Mit Kane, Musiala, Olise, Díaz und Gnabry herrscht eigentlich kein akuter Mangel. Dennoch denkt man an der Säbener Straße langfristig – gerade auf den Außenbahnen. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.
Ein Wintertransfer ist laut Sky allerdings ausgeschlossen. Realistischer wäre ein Vorstoß im Sommer – vorausgesetzt, Leipzig zeigt sich überhaupt gesprächsbereit. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Aktuell ist Diomande ohnehin anderweitig beschäftigt. Mit der Elfenbeinküste spielt er beim Afrika-Cup und steht am Dienstag im Achtelfinale auf dem Platz. Bühne frei für weitere Eigenwerbung.
Bleibt die große Frage: Greift der FC Bayern bei diesem Bundesliga-Juwel wirklich an – oder wird der Preis am Ende zu heiß? Klar ist nur: Yan Diomande ist auf dem Radar. Und das nicht nur in München.