Thomas Müller und der FC Bayern – das Kapitel ist sportlich beendet, emotional aber längst nicht. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat nun öffentlich klargemacht, dass die Klub-Ikone in München fest eingeplant bleibt. In einer wichtigen Rolle.
Es sind Worte, die bei Bayern-Fans hängen bleiben. „Ich würde mir für die Zukunft sehr wünschen, dass er irgendwann eine Rolle bei uns einnimmt – eine wichtige Rolle“, sagte Dreesen im Interview mit t-online. Keine Floskel, sondern ein klares Signal.
Denn auch wenn Müller seit dem Sommer nicht mehr das Bayern-Trikot trägt, ist der Draht nach München nie abgerissen. Nach 25 Jahren beim Rekordmeister wechselte der Weltmeister von 2014 zu den Vancouver Whitecaps – ein Einschnitt, der bis heute nachwirkt.
Dreesen machte aber auch deutlich: Der Zeitpunkt für einen neuen Job an der Säbener Straße ist noch nicht gekommen. Müller will spielen. Und zwar richtig. Wer mit ihm spricht, spürt laut Dreesen dieses Feuer, diesen Hunger auf den Platz. Und genau deshalb drängt beim FC Bayern niemand.
Ein Bild kurz vor Weihnachten sorgte trotzdem für Gänsehaut. Müller saß beim 2:2 gegen Mainz 05 auf der Ehrentribüne der Allianz Arena – neben Karl-Heinz Rummenigge und Sportvorstand Max Eberl. Zufall? Kaum.
„Die Symbolik ist mir erst später bewusst geworden“, gab Dreesen zu. Müller hatte sich vor dem Stadionbesuch gemeldet, die Einladung auf die Ehrentribüne folgte spontan. Ein kleiner Moment, der viel über das Verhältnis sagt.
Die Botschaft des Vorstandschefs ist eindeutig: Die Türen beim FC Bayern stehen immer offen. Müller weiß um seine Bedeutung für den Klub – und der Klub weiß, was er an ihm hat. Als Identifikationsfigur. Als Führungstyp. Als Gesicht des Vereins.
Aktuell liegt der Fokus aber auf Kanada. Müller steht bei den Whitecaps weiter unter Vertrag und will dort noch einmal angreifen, nachdem das Finale gegen Inter Miami verloren ging. Erst danach dürfte das nächste Kapitel beginnen.
Wann genau? Offen. Ob im sportlichen Bereich, als Funktionär oder in einer ganz anderen Rolle? Noch offen. Aber dass Thomas Müller eines Tages zurückkehrt – daran lässt der FC Bayern keinen Zweifel.