Die Situation um Aaron Anselmino ist vertrackt: Borussia Dortmund hatte große Pläne mit dem Argentinier – doch nun hat Chelsea die Reißleine gezogen. Gibt es trotzdem noch eine Hintertür für den BVB?
Gerade erst schien Aaron Anselmino in Dortmund anzukommen, da ist das Kapitel schon wieder beendet. Der FC Chelsea hat den 20-jährigen Innenverteidiger am 26. Januar vorzeitig von seiner Leihe zurückgeholt – und damit beim BVB für Frust gesorgt.
Sportlich lief es für Anselmino zuletzt richtig ordentlich. Einsätze, ein Tor, eine Vorlage, dazu wachsendes Vertrauen von Trainer Niko Kovac. Der Plan war klar: Spielpraxis sammeln, reifen, stabilisieren.
Doch Chelsea dachte anders. Die Londoner kämpfen mit Personalsorgen in der Defensive und nutzten eine vertraglich fixierte Rückholklausel. Juristisch sauber, emotional ein Schlag – auch für Dortmund.
Denn eine Kaufoption hatte der BVB nie in der Hand. Schon bei der Verpflichtung im August 2025 war klar: Anselmino gehört Chelsea, Punkt. Der Bundesligist übernahm zwar das Gehalt, hatte aber keinerlei Zugriff auf die Zukunft des Argentiniers.
Bleibt also die große Frage: Darf der BVB noch hoffen? Kurzfristig eher nicht. Chelsea plant fest mit dem Abwehrtalent, zumindest als Kaderoption für die Rückrunde und darüber hinaus.
Einzig ein Szenario bleibt realistisch: Sollte Anselmino in London kaum Spielzeit bekommen, könnte im Sommer 2026 erneut eine Leihe Thema werden. Dortmund gilt intern weiterhin als guter Entwicklungsschritt – sportlich wie atmosphärisch.
Aber auch dann nur auf Zeit. Eine feste Verpflichtung? Aktuell kaum vorstellbar. Chelsea hat viel Geld investiert und einen langfristigen Vertrag abgeschlossen.
Für den BVB heißt das: abhaken, Alternativen prüfen, flexibel bleiben. Und trotzdem ein bisschen hoffen. Im Fußball weiß man schließlich nie.