Xabi Alonso ist wieder auf dem Markt – und die Bundesliga schaut genau hin. Nach dem Aus bei Real Madrid kochen die Gerüchte um eine schnelle Rückkehr nach Deutschland hoch.
Es ging schneller als viele erwartet hatten. Erst im Sommer 2025 hatte Xabi Alonso das Traineramt bei Real Madrid übernommen, im Januar 2026 war schon wieder Schluss. Interne Spannungen, hohe Erwartungen, wenig Geduld – in Madrid ein bekanntes Muster. Und plötzlich stellt sich die Frage: Wohin zieht es einen der begehrtesten Trainer Europas jetzt?
Alonsos Name fällt vor allem an zwei Standorten immer wieder: Frankfurt und Dortmund. Bei der Eintracht liegen die Nerven nach dem Unentschieden in Bremen blank: Am Sky-Mikro sagte SGE-Boss Krösche, dass es „so nicht mehr weitergeht“ – eine Anspielung auf eine baldige Entlassung von Trainer Dino Toppmöller.
Laut der Bild soll es bereits erste Gespräche zwischen Krösche und Alonso gegeben haben, doch auch Edin Terzic, Marco Rose und Roger Schmidt werden mit der Eintracht in Verbindung gebracht.
Oder landet Alonso am Ende doch beim BVB?
Was Alonso als Trainer auszeichnet, passt auf den ersten Blick erstaunlich gut zum Dortmunder Profil. Schon bei Bayer Leverkusen formte er aus talentierten, aber nicht vollendeten Spielern eine Titelmannschaft mit klarer Handschrift: mutiger Ballbesitz, sauberes Positionsspiel, aggressives Gegenpressing. Spieler wurden besser, das System trug sie – nicht umgekehrt.
Genau das ist ein Punkt, der beim BVB seit Jahren diskutiert wird. Der Kader bringt enormes Potenzial mit, doch Konstanz und klare Abläufe fehlen immer wieder. Alonso gilt als Trainer, der Strukturen schafft und Talente konsequent in Rollen entwickelt. Ein Profil, das in Dortmund traditionell hoch im Kurs steht.
Hinzu kommt: Alonso kennt die Bundesliga nicht nur oberflächlich. Er hat sie als Spieler beim FC Bayern erlebt und als Meistertrainer in Leverkusen geprägt. Sprache, Mentalität, Medien, Stadionatmosphäre – all das wäre für ihn kein Neuland. Eine lange Eingewöhnung? Unnötig.
Allerdings – und das gehört zur Wahrheit – sitzt beim BVB aktuell Niko Kovac fest im Sattel. Erst im August 2025 verlängerte der Verein den Vertrag des Cheftrainers bis 2027. Kovac brachte Stabilität, führte Dortmund zurück in die Champions League und genießt Rückendeckung der Klubführung.
Und trotzdem stellt sich die Frage: Was wäre, wenn? Sollte der sportliche Fortschritt stagnieren oder der Anspruch auf Titel erneut unerfüllt bleiben, würde ein freier Trainer wie Alonso automatisch auf jeder Dortmunder Liste ganz oben landen. Seine internationale Strahlkraft, gepaart mit Bundesliga-Erfahrung, ist selten.
Noch ist alles Theorie. Aber die Fußballgeschichte zeigt: Solche Konstellationen entstehen nicht oft – und manchmal schneller, als man denkt. Alonso ist verfügbar. Der BVB sucht langfristig nach dem nächsten Entwicklungsschritt. Eine Kombination, die zumindest zum Nachdenken einlädt, oder?